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Häufige Fragen zum Programm

von der NETZWERK-Redaktion

Textnummer: 138402

Erstellt am 2005/05/14, zuletzt geändert am 2008/09/02

In der Ausgabe 3-4/1999 der Zeitschrift „e&l“ zum 5. Geburtstag des Internationalen Jugendprogramms in Deutschland wurde auch die „FAQ-Liste“ zum Programm erstmals veröffentlicht.

In der Ausgabe 3-4/1999 der Zeitschrift „e&l“ zum 5. Geburtstag des Internationalen Jugendprogramms in Deutschland wurde auch die „FAQ-Liste“ zum Programm erstmals veröffentlicht.

Was ist das Internationale Jugendprogramm?

  • Das Internationale Jugendprogramm ist ein Erlebnis- und Lernprogramm, das junge Leute zwischen 14 und 25 in ihrer Freizeit durchführen können.

  • Das Programm bietet Jugendlichen die Chance, persönliche Herausforderung und Abenteuer zu erleben, neue Fertigkeiten zu entwickeln und neue Freunde kennenzulernen. Es fördert Schlüsselqualifikationen wie Ausdauer, Teamfähigkeit und Unternehmungsgeist sowie den Einsatz für das Gemeinwesen.

  • Mit zunehmender Anforderung an persönlichen Einsatz und Eigenverantwortung stehen die drei Stufen Bronze (ab 14), Silber (ab 15) und Gold (ab 16) zur Auswahl. Auf jeder Stufe müssen vier Programmteile abgeschlossen werden: Dienst, Expeditionen, Talente und Fitneß; auf der Goldstufe absolvieren die Teilnehmer außerdem ein Projekt.

  • Die Teilnehmer suchen sich ihre Aktivitäten in den Programmteilen selbst aus. Für jeden einzelnen wird ein individuelles Tätigkeitspaket entwickelt, das ihn herausfordert, motiviert und ihm Spaß macht.

  • Es geht es um Qualität, nicht um Quantität. Jeder Jugendliche hat einen Erwachsenen, der ihn durch das Programm begleitet und mit Rat und Tat zur Seite steht. Außerdem wird er in jedem Programmteil von einem sachkundigen Erwachsenen betreut. Auf einen Teilnehmer, der das Programm nacheinander auf den Stufen Bronze, Silber und Gold abschließt, kommen durchschnittlich ca. 40 Erwachsene, die ihm auf die eine oder andere Art helfen. Hierzu gehören neben dem verantwortlichen Begleiter durch das Gesamtprogramm („Mentor“) und den Betreuern in den Programmteilen (z.B. Trainer beim Programmteil Fitneß z.B. Ausbilder und Aufsichtspersonen im Programmteil Expeditionen.

Wie wird das Programm praktisch durchgeführt?

  • Anlaufstellen für Jugendliche sind Schulen, Jugendgruppen, Treffs, Heime und Unternehmen, die das Programm in ihrer Arbeit mit jungen Leuten einsetzen wollen, sogenannte Programmanbieter. Diese Stellen arbeiten in jedem Land im Auftrag einer nationalen Einrichtung („Herausgeber“), die diese Arbeit überwacht, betreut und koordiniert.

  • Um den Teilnehmern ein möglichst breites Aktivitätenspektrum zur Auswahl bieten zu können, greifen die Anbieter hierzu auf die gesamten örtlichen Möglichkeiten von Vereinen, Projekten, Volkshochschulen, Clubs, kommerziellen Anbietern und Einzelpersonen zurück.

  • Die Aktivitäten der Teilnehmer werden in einem Begleitheft gewürdigt. Nach Abschluß des Programms erhalten sie im Rahmen einer Verleihfeier Abzeichen und Urkunde.

Welche Aufgaben haben Herausgeber und Anbieter?

  • Der Herausgeber ist verantwortlich für das Programm im Land. Er macht das Programm in der Öffentlichkeit bekannt. Vor allem aber sichert er die Qualität der Programmarbeit durch das Lizenzsystem, über das er die praktische Arbeit an die Anbieter delegiert, durch die Herausgabe von Arbeitshilfen, das Angebot von Lehrgängen und die Durchführung von Modellprojekten.

  • Der Programmanbieter ist – auch in rechtlicher Hinsicht – für die praktische Umsetzung des Programms und insbesondere für die Arbeit der jungen Leute und der Helfer verantwortlich. Er sorgt für die Mittel, die für diese Arbeit benötigt werden und beaufsichtigt und betreut seine örtlichen Stellen und Gruppen, die mit dem Programm arbeiten.

Wie ist der Entwicklungsstand des deutschen Programms?

  • In Osterburken (Baden-Württemberg) hat im Herbst 1993 an der Realschule die erste Programmgruppe mit der Arbeit begonnen. Fünf Jahre später arbeiten in Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein zwei Dutzend Einrichtungen und über 30 Gruppenmit dem Programm. In mehreren Ländern gibt es einzelne Teilnehmer auf der Goldstufe.

  • Der Trägerverein für das deutsche Programm wurde im Juni 1994 gegründet, im Februar 1996 vom Ministerium für Kultus und Sport Baden-Württemberg als freier Träger und im Herbst 1996 vom Weltprogramm als 60. nationaler Herausgeber anerkannt.

  • Zentrale Servicestelle für das Programm ist das Koordinationsbüro in Osterburken.

  • Wichtigster Programmsponsor ist BMW, der Großteil der Jugendfördermittel kommt aus dem Landesjugendplan Baden-Württemberg.

Wie hat sich das Programm weltweit entwickelt?

  • Das Programm wurde 1956 in Großbritannien als „The Duke of Edinburgh‘s Award“ von Prinz Philip und Kurt Hahn gegründet. Direktor bis 1967 war John Hunt, der 1953 die erste erfolgreiche Mount-Everest-Expedition geleitet hatte und im November 1998 verstorben ist.

  • Von Großbritannien aus hat sich das Programm über den Commonwealth in die ganze Welt ausgebreitet und ist heute unter den unterschiedlichsten Bezeichnungen auf allen Kontinenten anzutreffen, z.B. als „The President’s Award“ in Südafrika, als „The International Award for Young People“ in Indien, als „The Duke of Edinburgh’s Award“ in Australien und Neuseeland und als „The Congressional Award“ in den Vereinigten Staaten.

  • Das mit großem Abstand stärkste Programm ist mit ca. 200.000 Teilnehmern immer noch das britische. Es folgen Hongkong (42.000), Kanada (19.000), Neuseeland (18.000) und Australien (14.000). In unserer Region ist außerhalb Großbritannien Irland (9.000) am größten. Gemessen an der Einwohnerzahl ist Malta mit über 3.000 Teilnehmern das stärkste Programm.

Wo gibt es weitere Informationen zum Programm?

  • Informationen und deutsche Jugendprogramm-Literatur gibt es beim Koordinationsbüro, Postfach 1250, 74706 Osterburken.