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Anleitung: Risikoanalyse

Das Internationale Jugendprogramm in Deutschland e.V.

Textnummer: 623602

Erstellt am 2007/07/26, zuletzt geändert am 2008/09/02

In der Risikoanalyse bewerten Programmanbieter und Anbieterstellen die Gefahren für Programmteilnehmer, Helfer oder die Öffentlichkeit. Gefahrenpotenziale bergen dabei nicht nur der Programmteil Expeditionen und andere Aktivitäten, sondern z.B. auch die Anreise zu Treffpunkten und sogar die Betreuung selbst.

In der Risikoanalyse bewerten Programmanbieter und Anbieterstellen die Gefahren für Programmteilnehmer, Helfer oder die Öffentlichkeit. Gefahrenpotenziale bergen dabei nicht nur der Programmteil Expeditionen und andere Aktivitäten, sondern z.B. auch die Anreise zu Treffpunkten und sogar die Betreuung selbst.

Begriff

Die Risiko- oder Gefahrenanalyse (Risk Assessment) ist ein Mittel zur Bewertung bestimmter Situationen, Vorhaben oder ähnlichem. Zu unterscheiden sind:

  • die ingenieurwissenschaftliche Bewertung von Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenshöhe möglicher Risiken;

  • die Methode „Risikoanalyse“ in der Betriebswirtschaftslehre.

Hier wird der Begriff in der ersten Bedeutung in Bezug auf Gefahren für Programmteilnehmer, Helfer oder die Öffentlichkeit verwendet. Die zweite Form ist vor allem für die Bewertung von Maßnahmen und Projekten auf der Ebene des Trägervereins wichtig.

Gefahrenpotenziale bergen dabei nicht nur der Programmteil Expeditionen und spezielle Aktivitäten bei Dienst, Talente und Fitness (vgl. die Hinweise in den entsprechenden Tätigkeitsprofilen), sondern auch allgemeine Rahmenbedingungen die Anreise zu den Aktivitäten (z.B. Straßenverkehr) und sogar die Betreuung durch Erwachsene (vgl. die Missbrauchsdiskussion).

 

Zielsetzung

Die Risikoanalyse zeigt, ob

  • bereits hinreichende Vorkehrungen der Gefahrenabwehr getroffen sind oder

  • zusätzliche Maßnahmen der Gefahrenabwehr erforderlich sind.

Gleichzeitig dient sie der Dokumention (z.B. im Portfolio) und damit der Absicherung in Bezug auf die Aufsichtspflicht sowie der Qualitätsentwicklung.

 

Adressaten und Partner

  • Adressaten der Anleitung sind die Programmverantwortlichen von Programmanbietern und Anbieterstellen.

  • Partner sind die Sicherheitsbeauftragten der betroffenen Einrichtungen sowie Helfer, Teilnehmer und Eltern.

 

Schritte

Folgende fünf Schritte der Risikoanalyse bieten sich an:

  1. Identifizieren möglicher Gefahren (z.B. Straßenverkehr, Wetter, Zeckenbiss).

  2. Festlegen der Risikogruppen (z.B. einzelne Programmteilnehmer, die zu Aktivitäten in Privatwohnungen kommen oder Ältere, die von Programmteilnehmern betreut werden).

  3. Abschätzen der jeweiligen Gefährdungswahrscheinlichkeit und ggf. Veranlassen zusätzlicher Schutzmaßnahmen (z.B. zusätzliche Ausbildung). Größte Gefahr bzw. schlimmstes Ergebnis haben oberste Priorität!

  4. Schriftliche Dokumentation von Risiken, Risikogruppen und Schutzmaßnahmen.

  5. Regelmäßige Wiederholung der Risikoanalyse und Anpassen an Veränderungen.

 

Vorkehrungen

  • Sorgfältige Auswahl von geeigneten Ausbildern, Aufsichtspersonen, Gutachtern und Leitern.

  • Sicherstellen, dass die Ausbildung von Ausbildern, Aufsichtspersonen, Gutachtern und Leitern den Vorgaben genügt und auf dem aktuellen Stand ist.

  • Gewährleisten, dass die Ausbildungs- und Sicherheitsvorgaben im Programmteil Expeditionen (vgl. Expeditionsführer) und bei vielen Einzelaktivitäten (vgl. Tätigkeitsprofile) eingehalten werden.