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Erfolgreiche Tagung zum Thema „Jugendliche mit besonderem Förderbedarf“

von der NETZWERK-Redaktion

Textnummer: 097402

Erstellt am 2007/06/11, zuletzt geändert am 2008/09/02

Wie in der „Stuttgarter Erklärung“ dargestellt, ist in diesem Einsatzfeld die Steigerung des Selbstwertgefühls meist der entscheidende Lernerfolg und der Erfolg stark davon abhängig, welchen Status das Programm in der Einrichtung hat und welche Ressourcen dafür zur Verfügung gestellt werden.

Wie in der „Stuttgarter Erklärung“ dargestellt, ist in diesem Einsatzfeld die Steigerung des Selbstwertgefühls meist der entscheidende Lernerfolg und der Erfolg stark davon abhängig, welchen Status das Programm in der Einrichtung hat und welche Ressourcen dafür zur Verfügung gestellt werden.

Bereits zum dritten Mal war die Stuttgarter Nikolauspflege in diesem Jahr Gastgeber einer Jugendprogramm- Veranstaltung. Nach deutsch-finnischem Fachkräfteaustausch und Vorstandssitzung des Trägervereins stand jetzt eine Arbeitstagung zum Thema „Jugendliche mit besonderem Förderbedarf“ auf dem Programm. Arbeitsgrundlage war die beim Fachkräfteaustausch verabschiedete „Stuttgarter Erklärung“.

Als erstes wurde über den Begriff „Benachteiligte“ diskutiert. Dieser soll nun durch die offizielle Bezeichnung „Jugendliche mit besonderem Förderbedarf“ ersetzt werden - zumindest so lange, bis eine inhaltsgleiche, griffigere Formulierung gefunden wird. Festgestellt wurde, dass es in allen Bereichen Einzelfälle gibt, für die in Bezug auf das Internationale Jugendprogramm besonderer Förderbedarf besteht.

Wie bereits in der „Stuttgarter Erklärung“ dargestellt, ist die Steigerung des Selbstwertgefühls meist der entscheidende Lernerfolg – „Ich bin stolz, dass ich durchgehalten habe“.

Entscheidend für den Erfolg ist nach Meinung der Lehrgangsteilnehmer:

  • bei Bedarf die Durchführung eines „Vorprogramms“ (Schnupperwochenende etc.);

  • die sorgfältige Auswahl und passende Ausgestaltung der Aktivitäten in den Programmteilen zu einem „runden Ganzen“;

  • ein geplanter Begleitungsprozess, bei dem der verantwortliche Erwachsene sich für den Jugendlichen spürbar nach und nach mehr zurücknehmen kann;

  • die gemeinsame Planung des Gesamtprogramms und dessen wichtigsten Highlights („Jahresprogramm“ auf der Bronze-Stufe");

  • soweit erforderlich zusätzliche Möglichkeiten für Gruppenerlebnisse.

Noch einmal unterstrichen wurde die Einschätzung der „Stuttgarter Erklärung“, dass der Erfolg des Programms letztlich davon abhängt, welchen Status ihm die Einrichtung zuerkennt. Folgende Voraussetzungen wurden genannt:

  • die Programmarbeit ist Teil des pädagogischen Profils der Einrichtung;

  • für die Programmarbeit werden benötigte Ressourcen (v.a. Mitarbeiter-Zeit) in hinreichendem Umfang bereit gestellt.

„Erfolg zum Nulltarif gibt weder bei den Teilnehmern noch bei der Einrichtung.“ Vor allem bei den Einrichtungen gebe es hier noch große Informationsdefizite – trotz „Zehn-Punkte-Plan“ und Programmlehrgang. Angeregt wurde die Einführung einer attraktiven Veranstaltung für die Leiter von Einrichtungen in ungefähr zwei- bis dreijährigem Abstand.

Eine besondere Herausforderung für die Programm-Verantwortlichen ist der Programmteil Expeditionen. Es sei vielerorts nicht klar genug, dass die Zweitagestour auf der Bronze-Stufe nur der Schlusspunkt einer langen Ausbildungs- und Vorbereitungszeit ist. Die „Gesamtlänge“ des Programmteils vom Erste-Hilfe-Kurs bis zum Bericht liege damit in der Regel oft bei mehr als drei Monaten. Hier liege auch der Schwerpunkt des Ressoucen-Bedarfs.

Entscheidend sei die richtige Ausbildung der Verantwortlichen (Helferlehrgang Expeditionen, Wanderleiterkurs) und die Entwicklung eines perfekten Überwachungssystems. Auf dieser Grundlage könne die Expedition dann auch an die jeweiligen Zielgruppe angepasst werden, ohne die Bedingungen zu ändern.

Insgesamt wurde festgestellt, dass sich der Bereich „Jugendliche mit besonderem Förderbedarf“ nur graduell von anderen Einsatzfeldern abhebt. „Alles, was gesagt wurde, gilt in gewissem Umfang auch für Regelschulen und Jugendgruppen“, sagte Bundeskoordinator Klaus Vogel, der die Veranstaltung leitete.