Auswahl und Eignung der Aktivitäten
Das Internationale Jugendprogramm in Deutschland e.V.
Textnummer: 142704
Erstellt am 2006/02/16, zuletzt geändert am 2008/09/02
Wenn ein Tätigkeitsprogramm einem bestimmten Programmteil zugeordnet ist, kann es nicht einfach auf einen anderen übertragen werden. Obwohl z.B. ein Teilnehmer vielleicht in einer Bücherei aushilft, gehört Bibliothekswesen zum Programmteil Talente und ist nicht auf den Programmteil Dienst übertragbar.
Wenn ein Tätigkeitsprogramm einem bestimmten Programmteil zugeordnet ist, kann es nicht einfach auf einen anderen übertragen werden. Obwohl z.B. ein Teilnehmer vielleicht in einer Bücherei aushilft, gehört Bibliothekswesen zum Programmteil Talente und ist nicht auf den Programmteil Dienst übertragbar.
Es ist wichtig, sich daran zu erinnern, daß die jungen Leute ihre Aktivitäten im Rahmen der örtlichen Möglichkeiten soweit wie möglich selbst auswählen sollten. Da das Programm darauf zielt, Erfahrungen zu erweitern, ist die Verbesserung des Jugendlichen in Bezug auf seinen Ausgangspunkt das Erfolgskriterium. Deshalb können Arbeiten, die vor dem Starttermin durchgeführt wurden, nicht berücksichtigt werden.
Ein wesentliches Element bei der Programmteilnahme ist die Fortentwicklung über die Programmstufen. Junge Leute lernen selbständig zu werden. Es gehört deshalb zu den Programmgrundsätzen, sie in die Lage zu versetzen, Verantwortung für ihr eigenes Programm zu übernehmen und, nachdem sie Vertrauen und Erfahrung gewonnen haben, dies auf andere Aspekte ihres Lebens anzuwenden. Auf den höheren Programmstufen sollte ein zunehmender Teil der Programmaktivitäten außerhalb der unmittelbaren Umgebung der Anbieterstelle ausgeführt werden.
Das Programm setzt immer nur Mindestanforderungen. Damit jedoch mit seiner Hilfe Fähigkeiten auch wirklich erweitert werden können, ist es wichtig, daß diese Anforderungen, wo nötig, ausgeweitet werden, um eine wirkliche Herausforderung darzustellen. Der Berg des einen Teilnehmers ist der Hügel des anderen. Auf der anderen Seite dürfen auch keine unrealistischen Erwartungen gestellt werden, die das Selbstvertrauen junger Leute eher vermindern als aufbauen. Die Rolle des Leiters ist es deshalb, sicherzustellen, daß das Maß an Herausforderung in Hinsicht auf Fähigkeiten und Reife des Jugendlichen angemessen ist.
Das Programm ist eher ein Marathon als ein Sprint, deshalb sind auch die Zeiten, die im Handbuch angegeben sind, nur Mindestanforderungen. Die Teilnehmer sollten darum ein besonderes Augenmerk darauf richten, ihre Programme so zu planen, daß sie genügend Zeit haben, die Erfahrungen, die sich aus der Teilnahme ergeben, auszukosten und sich selbst und den einzelnen Programmteilen gerecht zu werden. „Reisen statt rasen!“
Richtlinien zur Arbeit mit den Programmteilen
Das Programm ist so aufgebaut, daß es Flexibilität in großem Umfang erlaubt. Es gibt jedoch notwendigerweise einige grundlegende Prinzipien, die eingehalten werden müssen, um seinen Rahmen und seine Integrität zu wahren.
Von den jungen Leuten wird erwartet, daß sie eine ausgewogene Zusammenstellung an Aktivitäten durchführen und in jedem Programmteil verschiedene Arten von Aktivitäten verfolgen.
Obwohl es z.B. möglich ist, Aktivitäten in Zusammenhang mit Kanufahren in allen vier Programmteilen durchzuführen (d.h. Kanurettungskurs, Kanuexpedition, Kanubau, Kanusport, Kanuprojekt), ist eine solche Kombination von Aktivitäten kaum im Sinne des Jugendprogramms.
Natürlich ist es auch möglich, dieselbe Aktivität in einem bestimmten Programmteil auf allen drei Stufen durchzuführen. Aber da das Programm dazu dient, den Horizont zu erweitern und es den Teilnehmern zu erlauben, neue Talente zu entdecken, sollten junge Leute auf einer neuen Programmstufe immer ermutigt werden, etwas Neues auszuprobieren.
Wenn ein Tätigkeitsprogramm einem bestimmten Programmteil zugeordnet ist, kann es nicht einfach auf einen anderen übertragen werden.
Obwohl z.B. ein Teilnehmer vielleicht in einer Bücherei aushilft, gehört Bibliothekswesen zum Programmteil Talente und ist nicht auf den Programmteil Dienst übertragbar.
Aktivitäten in den Programmteilen fallen manchmal in bestimmte Gruppen. Dies geschieht aus guten Gründen, sehr oft wegen der Sicherheit der Teilnehmer oder derjenigen, denen sie helfen wollen. Eine Aktivität, die einen Ausbildungs- oder Qualifikationskurs verlangt, kann deshalb nur dann auf eine andere Gruppe übertragen werden, wenn diese Ausbildung bereits außerhalb der Programmaktivitäten durchgeführt wurde.
Will z.B. jemand ohne entsprechende Ausbildung Sporttraining als Möglichkeit für den Dienst wählen, so ist das nur in Gruppe B möglich. Andererseits kann jemand mit entsprechender Qualifikation als Dienst sehr wohl z.B. eine Gruppe Behinderter sportlich trainieren, d.h. ein Programm der Gruppe A durchführen.
Inhalt und Dauer der individuellen Programme müssen dem Handbuch entsprechen, ggf. im Rahmen der allgemeinen Bedingungen angepaßt an junge Leute mit besonderen Bedürfnissen.
So sollte z.B. eine Gruppe Jugendlicher mit Lernschwierigkeiten lieber einen Dienst mit einem hohen Anteil an praktischer Tätigkeit wählen, als an einem vereinfachten EH-Kurs der Gruppe B mit geringen praktischen Möglichkeiten teilzunehmen.
Im Programmteil Fitneß müssen sich alle Teilnehmer auf ihre ausgewählte Aktivität konzentrieren und können nicht einfach verschiedene Tätigkeitsprogramme mischen, um so vielleicht die Zeitvorgaben leichter erreichen zu können.



