Ein Highlight des Ost-West-Treffens 1996 war der Staffellauf am Max-Eyth-See, bei dem sich der Vorsitzende Erich Erbgraf von Waldburg-Zeil hervorragend schlug.
Zentraler Teil des Ost-West-Treffens ‘96: „Die Begeisterung kannte keine Grenzen mehr“
von Programmteilnehmern des Instituts Dr. Flad
Textnummer: 134703
Erstellt am 2004/07/22, zuletzt geändert am 2008/09/02
Im Juni 1996 fand mit dem „Ost-West-Treffen“ die erste große Jugendprogramm-Veranstaltung statt. Delegationen aus England, Estland, Nordirland, Rußland, Schottland und Wales waren zunächst bei Programmanbietern zu Gast; anschließend traf man sich in Stuttgart beim Institut Dr. Flad zum zentralen Teil der Veranstaltung.
Im Juni 1996 fand mit dem „Ost-West-Treffen“ die erste große Jugendprogramm-Veranstaltung statt. Delegationen aus England, Estland, Nordirland, Rußland, Schottland und Wales waren zunächst bei Programmanbietern zu Gast; anschließend traf man sich in Stuttgart beim Institut Dr. Flad zum zentralen Teil der Veranstaltung.
Das Internationale Jugendprogramm feiert in diesem Jahr sein 40. Jubiläum. Deutschland beteiligte sich an diesen Feierlichkeiten durch ein Ost-West Jugendtreffen, das vom 26. bis 30. Juni 1996 stattfand. Die Delegationen aus England, Estland, Nordirland, Rußland, Schottland, Wales waren im dezentralen Teil der Veranstaltung zunächst bei einer Anbieterorganisationen des Internationalen Jugendprogramms in Süddeutschland zu Gast (Bayerisches Rotes Kreuz, Bezirksverband Schwaben; Chemisches Institut Dr. Flad in Stuttgart; Jugendfeuerwehr Baden-Baden sowie die im Regionalprojekt Neckar-Franken zusammengeschlossenen Gruppen). Diese organisierten für ihre Gäste jeweils ein eigenes Programm; so konnten die Besucher das Jugendprogramm und die Umgebung beim jeweiligen Anbieter kennenlernen (siehe Berichte).
Nach zwei interessanten Tagen (vgl. ebenfalls Berichte) reisten Gastgeber und Gäste zusammen zum zentralen Teil des Treffens in Stuttgart. Das Chemische Institut Dr. Flad, in dessen Händen auch die Gesamtkoordination der Veranstaltung lag, übernahm nun die Gastgeberfunktion. Beim Mittagessen am Freitag trafen in der Landeshauptstadt erstmals alle Teilnehmer zusammen. Schnell wurden auch in diesem großen Kreis die ersten Kontakte geknüpft und sofort stellte sich eine sehr freundliche und herzliche Atmosphäre ein, bei der das Sprachproblem unverzüglich zweitrangig wurde. Auch offizielle Vertreter des internationalen Jugendprogrammfamilie waren nach Stuttgart gekommen, darunter Maralyn Lewis von der Leitung des britischen Duke of Edinburgh’s Award in Windsor, Gilian Shirazi vom Internationalen Sekretariat in London und Shirley Price vom Europäischen Büro in Windsor.
Am Nachmittag bereiteten sich alle Gruppen auf die abendliche Präsentation ihrer Jugendprogrammarbeit und ihres Heimatlandes vor. Dort entwickelten die Jugendlichen in kurzer Zeit mit Postern, Folien, Dias, Videos und Musik äußerst kreativ einen breiten Überblick über die verschiedenen Aktivitäten des Jugendprogrammes in ihren Ländern. Alle Beteiligten staunten nicht schlecht über die Fülle der Informationen und die Art der Darbietungen. Da bei allen Präsentationen das Jugendprogramm im Vordergrund stand, stellte sich sehr bald ein Band und Zusammengehörigkeitsgefühl ein, das die Teilnehmer während des Ost-West Jugendtreffens immer mehr miteinander verband. So überraschte die schottische Delegation die Jugendlichen mit heimischem Gebäck, Lachs und Käse. Den krönenden Beifall erhielten sie für einen Volkstanz von ihrer Heimat, den Orkney-Inseln. Die Begeisterung kannte zum Schluß keine Grenzen mehr und alle überboten sich in anerkennenden Worten.
Natürlich trugen auch Schüler des Chemischen Institutes Dr. Flad zum Abendprogramm bei. Zur Überraschung vieler Gästen wurden dabei nicht nur deutsche Lieder vorgetragen, sondern auch Lieder aus Griechenland und Spanien, denn das Chemische Institut Dr. Flad ist in der Tat eine internationale Schule. Ein weiteres unvergeßliches Erlebnis war Tom Voss, ein Weltmeister der Magier, der seine Zuschauer in eine be- und verzaubernde Welt führte und anschließend mit ihnen in kleinen Gruppen an den Tischen zauberte. Gelungener hätte der Auftakt des zentralen Teil nicht sein können. Viele neue Freundschaften wurden geknüpft und jeder nahm neu gewonnene Erkenntnisse mit.
Am Samstag morgen wurde das Treffen mit dem Programm „Erlebnis- und Lernfeld Wasser“ am Max-Eyth-See fortgesetzt, wo zahlreiche Organisationen Möglichkeiten des Jugendprogrammes demonstrierten. Mit dabei waren nun auch Erich Erbgraf von Waldburg-Zeil, Vorsitzender des Trägervereins des Internationalen Jugendprogramms in Deutschland sowie die britischen Generalkonsuln John Brook (Stuttgart) und Alan Burner (München). Das Jugendrot-kreuz Stuttgart zeigte Rettungsaktionen und die Jugendfeuerwehr Ditzingen Löschübungen. Das Technische Hilfswerk Stuttgart stellte ein Schlauchboot zur Verfügung, mit dem die Jugendlichen eine kleine Bootsfahrt unternehmen und Wasserproben zur Analyse nehmen konnten (siehe Programm). Eifrig liefen die Jugendlichen die verschiedenen Stationen an und nahmen auch meist aktiv am Programm teil.
Einer der Höhepunkte dieses Vormittags war das Wettrudern. Dabei gab es so viele verschiedene Teams, daß das ganze in mehreren Etappen durchgeführt werden mußte. Nachdem die Route abgeklärt war, ging es mit lautstarker Unterstützung der Zuschauer los. Manche Bootsbesatzungen hatten jedoch anfängliche Schwierigkeiten die Route einzuhalten, so daß Zusammen-stöße, zur Belustigung der Zuschauer, nicht ausblieben. Aber auch die offiziellen Gäste ließen sich nicht zweimal bitten und waren beim Wettrudern mit dabei. Einige Jugendliche staunten dabei nicht schlecht über die guten Zeiten dieser Teams. Ein weitere Attraktion war das Wettlaufen. Dabei wurden je zwei Teams von Jugendlichen und von offiziellen Gästen gebildet, die unter großer Anfeuerung jeweils einen Staffellauf absolvierten.
Alle hatten während dieses Vormittages sehr viel Spaß miteinander und genossen das Feeling dieses Ost-West Jugendtreffens. Dies unterstützte auch der landschaftlich schön gelegene Max-Eyth-See. Das anschließende gemeinsame Mittagessen wurde zum Kräftesammeln genutzt, da der nächste Programmpunkt die Gäste und Gastgeber zum Stadtrundgang in die Stuttgarter City führte.
Am Spätnachmittag trafen alle Teilnehmer am Chemischen Institut Dr. Flad wieder ein, wo der offizielle Teil des Ost-West Jugendtreffens beendet wurde. Die Jugendlichen erstellten in der verbliebenen Zeit ein „Stuttgart Special“ der AwardNews, für das sie Berichte über das Ost-West-Treffen schrieben (siehe Auszüge). Die Begeisterung über das Ost-West-Treffen fand auch in diesen Berichten seinen Niederschlag. Die Delegationsleiter trafen sich in der Zwischenzeit zu einer Abschlußdiskussion, bei der auch die Stuttgarter Erklärung verfaßt wurde. Den Abend verbrachten die Jugendlichen zusammen in einer Diskothek beim Tanzen. Hier wurden noch alle Adressen ausgetauscht, so daß ein Kontakt auch weiterhin zwischen den Jugendlichen möglich ist.
Abschließend bleibt zu vermerken, daß das Ost-West Jugendtreffen eine ausgezeichnete Möglichkeit bildete, Kontakte auf internationaler Basis zu knüpfen und sich auszutauschen. Dies begrüßten nicht nur die jugendlichen Teilnehmer, sondern auch die Delegationsleiter und die Vertreter der Büros in Windsor und London.
Quelle: NETZWERK 3/1996



