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Oberursel: Jahrestreffen der deutschen Programmanbieterstellt Weichen für die Zukunft

von der NETZWERK-Redaktion

Textnummer: 146502

Erstellt am 2008/07/27, zuletzt geändert am 2008/09/02

Eine Strukturkommission wird auf der Grundlage der Diskussion in Frankfurt zum nächsten Jahrestreffen Vorschläge für die Anpassung der Gremien und Einrichtungen des Trägervereins an die zunehmende Verbreitung des Programms erarbeiten.

Eine Strukturkommission wird auf der Grundlage der Diskussion in Frankfurt zum nächsten Jahrestreffen Vorschläge für die Anpassung der Gremien und Einrichtungen des Trägervereins an die zunehmende Verbreitung des Programms erarbeiten.

Vor dem Hintergrund zunehmenden Interesses am Internationalen Jugendprogramm in Deutschland stellte das von der Frankfurt International School (FIS) ausgerichtete 5. Jahrestreffen der deutschen Programmanbieter Weichen für die Zukunft. Das Internet soll als Hauptinstrument für Kommunikation und Information genutzt und entsprechende neue Webseiten zügig fertig gestellt werden.

Eine Strukturkommission wird auf der Grundlage der Diskussion in Frankfurt zum nächsten Jahrestreffen Vorschläge für die Anpassung der Gremien und Einrichtungen des Trägervereins an die zunehmende Verbreitung des Programms erarbeiten. Als Sofortmaßnahme wird die Büroausstattung des Koordinationsbüros deutlich verbessert und eine Teilzeitkraft eingestellt werden. Als sehr dringend wurde von den Delegierten der 22 Programmanbieter die Berufung eines Verantwortlichen für den Bereich Fundraising sowie eines „Regionalkoordinators Nord“ erachtet.

 

Verleihfeier an der Frankfurt International School

Das Treffen wurde mit der ersten Verleihfeier der Frankfurt International School eröffnet. Eric Callway, britischer Generalkonsul in Frankfurt, Shirley Price, Leiterin des Jugendprogramm-Europabüros in London und Programmkoordinator Klaus Vogel überreichten 12 FIS-Schülern und 21 Programmteilnehmern der Jugendprogramm-AG Neckar- Franken, die das Programm auf der Bronze- bzw. der Silberstufe erfolgreich abgeschlossen hatten, ihre Abzeichen und die von Prinz Philip unterzeichneten Urkunden.

Schulleiter Dr. Brand freute sich darüber, dass über 60 Jahre nach der Vertreibung seines Erfinders Kurt Hahn durch die Nationalsozialisten das Programm nun endlich auch in dessen Heimatland Beachtung finde und sich ausbreite. Der Leiter des High-School-Bereichs, Don Vinge, berichtete über die Vorgeschichte der Programmeinführung an der Schule und die Rolle, die Prinz Philip dabei spielte.

Die Feier wurde musikalisch umrahmt von Schülerinnen und Schülern der Frankfurt International School, die im Anschluss an die anderthalbstündige Veranstaltung für die Teilnehmer und Gäste einen Empfang gab.

 

Arbeitstagung 1999 der Programmanbieter

Die Arbeitstagung 1999 der Programmanbieter wurde mit dem Thema „Internet“ eröffnet. Alle Anbieter und auch viele Helfer haben inzwischen Netzzugang, so dass nun dieses Kommunikationsmedium zügig ausgebaut werden kann. Auf Grundlage eines zweijährigen Probelaufs mit „selbstgestrickten“ Seiten war hierzu von einer Arbeitsgruppe eine umfassende Konzeption erstellt worden. Das Weinheimer Grafikbüro Ehret Design präsentierte nun „live“ erste Entwürfe der neuen Webseiten, die auf Grundlage des CI-Konzepts des deutschen Programms erstellt worden waren. In den nächsten Wochen wird ein erster Grundbestand von Seiten fertiggestellt werden, der ab 1. Mai 1999 unter der Adresse jugendprogramm.de im Netz zu finden sein wird.

Schwerpunkt der Arbeitstagung war das Thema „Fünf Jahre Jugendprogramm – Ergebnisse und Perspektiven“. Arbeitsgruppen erstellten eine Bilanz in Plus und Minus und einigten sich auf die drei dringendsten Fragen: Arbeit und Struktur der Vereinsgremien, materielle und personelle Ausstattung des Koordinationsbüros und Zusammenarbeit der Anbieter. Die hierzu von den Gruppen erarbeiteten Lösungsvorschläge fanden die Zustimmung aller Seminarteilnehmer und wurden anschließend auf der Jahresversammlung des Trägervereins vorgestellt (siehe unten).

Im weiteren Verlauf des Seminars berichtete Shirley Price über die unter dem Schlagwort „Back to First Principles“ beim britischen Partnerprogramm laufende Grundsatzdiskussion. Außerdem wurden Vorschläge für die Gestaltung des deutschen Begleitheftes für die Programmteilnehmer, den weiteren Ausbau der Leitermappe und den Inhalt der geplanten CD-ROM erarbeitet.

 

5. Jahresversammlung

Wie schon in den Vorjahren fand die Jahresversammlung des Trägervereins im Rahmen der Arbeitstagung statt, die hierfür unterbrochen wurde. Der Vereinsvorsitzende, Erich Erbgraf von Waldburg-Zeil, ließ die „ersten fünf Jahre“ des deutschen Programms Revue passieren und bedankte sich insbesondere bei Programmkoordinator Klaus Vogel für dessen Arbeit in dieser entscheidenden und teilweise schwierigen Startphase sowie für den 100seitigen „Jahresbericht 1998“. Die Unterstützung von BMW ermögliche in Zukunft eine deutliche Entlastung des Programmkoordinators, so dass dieser sich auf die wesentlichen Aufgaben konzentrieren könne.

Klaus Vogel fasste die wichtigsten Ergebnisse des vergangenen Jahres kurz zusammen und stellte das in den letzten Monaten erarbeitete multimediale Arbeitshilfenkonzept vor. Grundlage aller Veröffentlichungen ist ein elektronisches Archiv, dessen Texte so strukturiert sind, dass sie für verschiedene Zwecke genutzt werden können, z.B. für die Beantragung von Fördermitteln, das gedruckte Ausschreibungsblatt und Veranstaltungshinweis in den Rubriken „Markt“ im E-Info, in der Zeitschrift NETZWERK und im Internet.

In einem gesonderten Tagesordnungspunkt stellten die Gruppensprecher der Arbeitstagung den Delegierten ihre Ergebnisse vor. Die Versammlung entsprach einstimmig dem Vorschlag der Strukturgruppe, eine Kommission einzurichten, die zur nächsten Versammlung die Vorschläge im Detail ausarbeiten soll.

Die Entlastung von Schatzmeister und Vorstand erfolgte einstimmig, ebenso einstimmig wurde der von Klaus Vogel erstellte Haushaltsplan verabschiedet. Thomas Zemmel von der Jugendprogramm-AG Neckar-Franken lud abschließend zur 6. Jahresversammlung nach Osterburken ein.

Quelle: E-Info 2