Im November 2002 führt Rainer Schmid (links) bei der 7. Anbietertagung Ulrike Heer und Theo Betz in die Geheimnisse der Anbieter-Datenbank ein.
Datenbank ist Highlight der Anbietertagung
von der NETZWERK-Redaktion
Textnummer: 202203
Erstellt am 2007/08/01, zuletzt geändert am 2008/09/02
Nach acht Jahren fand in der Landesakademie für Jugendbildung in Weil der Stadt erneut ein wichtiges Seminar statt – dieses Mal die erste dezentrale Anbietertagung. Das Schwerpunktthema hieß „Verwaltung“.
Nach acht Jahren fand in der Landesakademie für Jugendbildung in Weil der Stadt erneut ein wichtiges Seminar statt – dieses Mal die erste dezentrale Anbietertagung. Das Schwerpunktthema hieß „Verwaltung“.
Nach acht Jahren – im Sommer 1994 hatte hier der zweite Programmlehrgang stattgefunden – hatte das Koordinationsbüro erneut die Landesakademie für Jugendbildung in Weil der Stadt in der Nähe der Landeshauptstadt Stuttgart als Ort für ein wichtiges Seminar ausgewählt. Eingeladen waren dieses Mal die über zwei Dutzend baden-württembergischen Programmanbieter und Anbieterstellen zur der ersten Jahrestagung nach der vom Vereinsvorstand im Januar entsprechend ergänzten Lehrgangskonzeption. Schwerpunktthema der von Bundeskoordinator Klaus Vogel und Regionalkoordinator Theo Betz gemeinsam geleiteten zweitägigen Maßnahme war der Bereich Verwaltung.
In der „aktuellen Stunde“ lobte Vogel die vorbildliche Aufnahme des Programmlehrgangs in Baden-Württemberg. Von den insgesamt sieben Lehrgängen, die 2001 und 2002 durchgeführt wurden, hätten allein fünf „im Ländle“ stattgefunden. Dieser Zuspruch sei vor allem der guten Öffentlichkeitsarbeit zu verdanken, die Betz und dessen Team für den Programmlehrgang und den Leiterkurs insgesamt leisteten. Mit der Genehmigung des Oberschulamts Stuttgart, ab 2003 jährlich einen viertägigen kombinierten Leiterkurs – Programm- und Expeditionslehrgang – an der Akademie durchführen zu können, habe Betz Jugendprogramm-Geschichte geschrieben. „Damit ist gewährleistet, dass die schnelle Ausbreitung des Programms in Baden-Württemberg auch weiterhin nicht auf Kosten von dessen Qualität geschieht“, sagte Vogel.
Erster Punkt unter dem großen Thema „Verwaltung“ war die Jugendförderung. Anhand des Skiprojekts erläuterte Vogel exemplarisch die Möglichkeiten und Abläufe in diesem komplizierten Bereich. Wegen der Unterstützung durch das Kultusministerium könnten Programmanbieter im Baden-Württemberg über das Koordinationsbüro aber nicht nur Mittel für internationale Jugendbegegnungen, sondern z.B. auch für Seminare und praktische Maßnahmen beantragen. „Das sind Möglichkeiten, von denen andere bisher leider nur träumen können“, erklärte Vogel. Auch in diesem Bereich leiste Betz zum Wohle der Programmanbieter und Anbieterstellen im Lande hervorragende Pionierarbeit. Als Grundlage für den regelmäßigen Austausch unter den Anbietern will Betz 2003 erstmals auch die Möglichkeiten der Schulinternen Lehrerfortbildung (SCHILF) nutzen.
Im angeschlossenen Landesmedienzentrum folgte dann als Highlight der Veranstaltung und zweites Verwaltungsthema ein Mini-Workshop zur neuen Internet-Datenbank. Hier konnten die Teilnehmer eigenhändig (der Internet-Zugang funktionierte...) die Daten ihres Programmanbieters bzw. ihrer Anbieterstelle eingeben bzw. ändern, ihren Helferstamm anlegen und erste Programmteilnehmer mit ihren Aktivitäten in das „elektronische Begleitheft“ aufnehmen – und sehen, wie sich dabei das Datenblatt im Internet und die Jahresstatistik automatisch ändern. Ganz nebenbei wurde eine „Agenda-Liste“ mit fast zwei Dutzend Änderungswünschen erstellt. Alle Teilnehmer wollen daheim sofort weitermachen und München und Osterburken als Testgruppen unterstützen.
Letztes großes Thema war schließlich das „Landesforum 2003“ in Waldstetten, wo u.a. das endgültige Programm festgelegt und die weiteren Vorbereitungsschritte festgelegt wurden. „Alles deutet darauf hin, dass dank der Arbeit von Theo Betz die Ministerin die Schirmherrschaft übernehmen und die Veranstaltung zu einem Meilenstein für das deutsche Programm werden wird“, sagte Vogel. Bis zum Jahresende soll versucht werden, alle Programmanbieter und Anbieterstellen für die Mitarbeit zu gewinnen.
Bei der Schlussrunde äußerten sich alle Teilnehmer sehr zufrieden mit der Tagung. „Es ist immer ein gutes Zeichen, wenn ohne Auftrag bis nachts um halb zwölf gearbeitet wird“, freute sich Regionalkoordinator Theo Betz. Für ihn sei das Treffen wegen der durchgängig praktischen Ausrichtung und der von Anfang bis Ende zu spürenden Aufbruchstimmung das beste Seminar seit dem „legendären“ Programmlehrgang in Donaueschingen gewesen. Betz weiter: „Wir freuen uns schon alle auf die Fortsetzung im nächsten Jahr“.



