Neuer Expeditionslehrgang: Regen, Sturm und gute Laune
von der NETZWERK-Redaktion
Textnummer: 050801
Erstellt am 2009/06/20, zuletzt geändert am 2009/06/20, begonnen am 2002/07/07
Am Wochenende fand in Barmstedt der erste Expeditionslehrgang nach neuer Konzeption statt. Die praxisorientierte Einführung in den für die meisten Anbieter sehr herausfordernden Programmteil fand bei den Teilnehmern großen Gefallen. Außerdem wurden zahlreiche Ideen für weitere zentrale Maßnahmen in diesem Bereich geboren.
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Am Wochenende fand in Barmstedt der erste Expeditionslehrgang nach neuer Konzeption statt. Die praxisorientierte Einführung in den für die meisten Anbieter sehr herausfordernden Programmteil fand bei den Teilnehmern großen Gefallen. Außerdem wurden zahlreiche Ideen für weitere zentrale Maßnahmen in diesem Bereich geboren.
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Mit zweistündiger Verspätung (DB...) begann am Freitag in der Barmstedter Jugendbildungsstätte der erste Helferlehrgang Expeditionen nach neuer Konzeption. Als Geburtshelfer des auf ein Wochenende verkürzten neuen Pflichtkurses für die Expeditionsverantwortlichen von Programmanbietern und Anbieterstellen wirkten die Trainer Frank Heck (Nürnberg), Andrew Holtzke (Kahl) und Klaus Vogel (Osterburken, Leitung). Für optimale Randbedingungen (Ausrüstung, Transport, Biwakplatz etc.) sorgte das Award Center des Kreisjugendrings Pinneberg, das mit der neuen Mitarbeiterin Anja Engelland selbst beim Lehrgang vertreten war.
„Expedition live“ erlebten die Teilnehmer aus Bayern und Schleswig-Holstein im ersten Teil des Lehrgangs, der von Freitagabend bis Samstagnachmittag dauerte. Zeltaufbau unter erschwerten Bedingungen (bis man den Biwakplatz schließlich erreichte, war es Nacht geworden), Übernachtung in Zelten, in denen es wegen der anhaltenden Regenschauer und des immer heftiger werden Sturmes feuchter und feuchter wurde, ins Nichts führende Wanderrouten, weil es auf der Karte eingezeichnete Wege in Wirklichkeit nicht mehr gab. Aber weder Regen noch Sturm noch nasse Schlafsäcke konnten die gute Laune, die während des gesamten Lehrgangs herrschte, beeinträchtigen – ganz im Gegenteil.
Auf so viel praktischen Anschauungsunterricht baute dann der theoretische zweite Lehrgangsteil auf. Beginnend mit den allgemeinen Grundsätzen und Regeln des Programmteils (Präsentation anhand der Website) und den wichtigsten Elementen des Stoffplanes (Kurzreferate der Teilnehmer mit anschließender Vertiefung und Diskussion im Plenum) wurden Leitlinien für die Expeditionsausbildung und -vorbereitung vor Ort einschließlich der Jahresplanung erarbeitet. Das Thema „Teambildung“ wurde während des gesamten Lehrgangs über Kooperative Abenteuerspiele vermittelt.
Wie effektiv und produktiv der Pilotlehrgang war zeigen auch die Ideen, die für neue bundeszentrale Angebote und Initiativen geboren wurden:
Der Arbeitskreis Expeditionen soll um Mitglieder aus dem Kreis der Lehrgangsteilnehmer erweitert werden und sich noch im Herbst erneut treffen.
Innerhalb des erweiterten Teams wird ein Spezialgebiet „Segeln“ unter Lübecker Regie und mit Unterstützung des britischen Programms eingerichtet.
Beim 4. Bundestreffen sollen mit Hilfe aller Programmanbieter praktische Workshops zum Thema „Expeditionsausbildung“ angeboten werden.
In den Pfingstferien 2003 soll ein Outward Bound-Kurs in den Alpen und in den Sommerferien 2003 eine Lehrtour in den Highlands stattfinden.
Bei solchen Ergebnissen war das positive Feedback der Teilnehmer am Lehrgangsende wenig überraschend. Auch Lehrgangsleiter Klaus Vogel zeigte sich zufrieden und sprach von einem „guten, im Detail aber durchaus noch verbesserungsfähigen“ Konzept. So wird für den zweiten Durchgang am Wochenende nur wenig verändert werden – wenn auch alle hoffen, dass die Bahn dieses Mal pünktlicher als am vergangenen Freitag sein wird...



