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Besuch der ersten finnischen Delegation in Deutschland: Sachbericht

von Klaus Vogel

Textnummer: 147801

Erstellt am 2009/06/22, zuletzt geändert am 2009/06/22, begonnen am 1998/10/30

Im September 1998 hatte der Trägerverein eine hochrangige finnische Delegation zu Gast, die sich hier „live“ über das Internationale Jugendprogramm informieren wollte. Der folgende Text war Teil des Verwendungsnachweises zu dem insgesamt siebentägigen Besuchsprogramm in Elmshorn, Sinsheim, Osterburken, Coburg, Leutkirch, Burgberg und wieder Osterburken. Das wertvolle Dokument wurde jetzt im Rahmen der geschichtlichen Recherchen anlässlich der Gold-Verleihung in Elmshorn wiederentdeckt.

von Klaus Vogel

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Im September 1998 hatte der Trägerverein eine hochrangige finnische Delegation zu Gast, die sich hier „live“ über das Internationale Jugendprogramm informieren wollte. Der folgende Text war Teil des Verwendungsnachweises zu dem insgesamt siebentägigen Besuchsprogramm in Elmshorn, Sinsheim, Osterburken, Coburg, Leutkirch, Burgberg und wieder Osterburken. Das wertvolle Dokument wurde jetzt im Rahmen der geschichtlichen Recherchen anlässlich der Gold-Verleihung in Elmshorn wiederentdeckt.

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Nachdem Outward Bound Deutschland bereits bei der Gründung der Partnereinrichtung in Finnland eine entscheidende Rolle gespielt hatte (vgl. „Erleben und Lernen“ Nr. 3&4/98), scheint sich dies beim Internationalen Jugendprogramm, einem ebenfalls auf den Reformpädagogen Kurt Hahn zurückgehenden Projekt, zu wiederholen. Noch während des achttägigen deutsch-finnischen Seminars, zu dem Outward Bound Deutschland im Oktober eingeladen hatte, beschlossen die Gäste, die Einführung des „International Award“, wie das Programm auf englisch heißt, in ihrer Heimat in die Wege zu leiten. Olli Saarela, Leiter der Jugendabteilung im Bildungsministerium in Helsinki und Sprecher der fünfköpfigen Besuchergruppe, auf Schloss Ziel: „ Die über 2000 Kilometer quer durch Deutschland haben sich mehr als gelohnt. Wir sind von dem, was wir gesehen, gehört und erlebt haben, begeistert und werden alles dafür tun, dass es diese Chance für junge Leute möglichst bald auch in Finnland geben wird.“

Hierzu wollen die Finnen noch in diesem Jahr dem Londoner Weltbüro einen Besuch abstatten; auf deutsch-finnischem Gebiet wurde ein weiteres Seminar zum Jugendprogramm im Frühjahr 1999 in Finnland und eine große deutsch-finnische Jugendbegegnung im Sommer 2000 eben­falls in Finnland fest vereinbart. Outward Bound Finnland wird sich außerdem am Himalaja-Projekt beteiligen, einer internationalen Begegnungsmaßnahme, die das deutsche Programm im Winter 1998/99 in Zusammenarbeit mit dem Nepalesischen Roten Kreuz bereits zum zweiten Mal durchführt.

 

Das Internationale Jugendprogramm

Das Internationale Jugendprogramm wurde 1956 von Kurt Hahn und Prinz Philip in Großbritannien als „The Duke of Edinburgh’s Award“ gegründet. Die Philosophie das Programms und die von Outward Bound, sind fast identisch – kein Wunder, basierten doch die ersten Outward-Bound-Kurse 1941 in Großbritannien auf dem „County Badge“, einem ebenfalls von Kurt Hahn konzipierten Vorläufer des Programms.

Das Programm bietet inzwischen in über 90 Ländern jungen Leuten ab 14 über kooperierende Bildungseinrichtungen, Jugendverbände, Einrichtungen der offenen Jugendarbeit und der Jugendhilfe sowie Unternehmen herausfordernde Möglichkeit zu „Erleben und Lernen“ in der Freizeit. Im Rahmen eines Franchise-Systems erhalten diese Einrichtungen hierzu vom jeweiligen nationalen Büro (in Deutschland seit November 1996) eine Lizenz und gestalten auf Grundlage des Programmhandbuchs ihre Arbeit vollständig unabhängig und eigenverantwortlich. Mit diesem System wird gewährleistet, dass das Programm immer als Programm (und nicht als Organisation) erkennbar ist und nicht als Wettbewerber im Markt der Jugendorganisationen angesehen werden kann; außerdem gewährleistet es eine optimale Ausnützung vorhandener Ressourcen.

Diese „Programmanbieter“ bieten den Jugendlichen Aktivitäten für die vier obligatorischen Programmteile Dienst, Expeditionen, Talente und Fitness wiederum in Kooperation mit örtlichen Vereinen, Projekten, Einzelpersonen und anderen Einrichtungen zur Auswahl an, jeder Teilnehmer kann sich sein eigenes Programm zusammenstellen. Er kann z.B. als Dienst im Jugendcafé mithelfen, bei der Expedition zusammen mit Gleichgesinnten eine Mehrtagestour mit dem Kanu unternehmen, bei Talente beim Schützenverein Schießen und für die Fitness beim Alpenverein Klettern lernen. Möglich sind aber auch ganz andere Aktivitäten, z.B. beim Dienst die Feuerwehr oder das Rote Kreuz, bei der Expedition eine Bergtour, bei Talente Musik machen und bei Fitness Schwimmen oder Tauchen.

In jedem Programmteil hat der Teilnehmer einen sachkundigen Erwachsenen als Betreuer. Außerdem hat jeder Jugendliche einen Mentor, der ihn insgesamt durch das Programm begleitet, ihm bei Schwierigkeiten hilft und insgesamt dafür sorgt, dass die Teilnahme nicht nur Spaß macht, sondern über die indirekt vermittelten Schlüsselqualifikationen einen wichtigen Beitrag zur Persönlichkeitsentwicklung leistet. Die Leistungen der jungen Leute in jedem Programmteil werden in einem Begleitheft gewürdigt und sind nachgewiesenermaßen auch in Deutschland schon, wo das Programm noch jung ist, bei Bewerbungen eine gute Ergänzung der Schulzeugnisse.

Outward Bound arbeitet mit eigenen Schulen direkt mit den Teilnehmern, kursmäßig und mit Profis. Dagegen arbeitet das Jugendprogramm auf Grundlage der örtlichen Möglichkeiten u.a. über kooperierende Schulen oder Jugendgruppen nur indirekt, über längere Zeiträume (bereits die Bronzestufe dauert mindestens ein halbes Jahr) und mit Ehrenamtlichen.

 

Programmplanung

Allgemeines

Bei der Ausarbeitung des Besuchsprogramms konnten gründliche Kenntnisse der Geschichte von Outward Bound und der Erlebnispädagogik insgesamt vorausgesetzt werden, gehörte der Delegation doch mit Prof. Matti Telemäki der wichtigste Vertreter der Erlebnispädagogik in Finnland an und mit Richard Wirén der Direktor von Outward Bound Finnland. Es ging also darum, Grundsätze und Bedeutung des Jugendprogramms vor diesem Hintergrund vorzustellen. Dem verständlichen Wunsch der finnischen Partner gemäß sollte der Schwerpunkt hierbei auf Praxisbeispielen in den unterschiedlichen Einsatzfeldern Schule, Jugendarbeit etc. liegen. Um die Einführung des Programms mit allen denkbaren Schwierigkeiten anschaulich zu erleben, sollten vor allem Einrichtungen besucht werden, die mit dem Programm erst seit kurzem arbeiten bzw. die Programmeinführung sogar erst vorbereiten. Die Zeitpläne für die einzelnen Themen wurden so gestaltet, dass viel Raum für Rückfragen und Diskussion blieb.

Damit ergab sich ein sehr aufwendiges Besuchsprogramm, mit sehr vielen beteiligten Einrichtungen, Stellen und Orten, das die Besucher zusammen mit der Gruppe der ständigen Begleiter durch ganz Deutschland führen sollte, vom hohen Norden (Elmshorn) bis in den tiefen Süden (Allgäuer Alpen), Sinsheim im Westen bis Coburg im „Osten“ (ein Besuch in den neuen Bun­des­ländern war aus Zeitgründen nicht möglich). Leider auch ein sehr anstrengendes Programm für die Gäste (noch härter für die gleichzeitig als Fahrer fungierende Begleitgruppe), mit vielen Stunden auf der Autobahn – aber nur so war es möglich, wirklich alle Einsatzfelder „live“ vorzuführen.

Dankenswerterweise erklärte sich auch das Europabüro des Weltprogramms in Windsor zur Mitarbeit bereit; dessen Leiterin, Shirley Price, führte am Montag in die Grundsätze und weltweite Organisation des Jugendprogramms ein.

Ablaufplan

Montag

  1. Hamburg: Ankunft

  2. Elmshorn

    1. Einführung

    2. Philosophie und weltweite Struktur

    3. Lizenzsystem

    4. Arbeitshilfen und Lehrgänge

Dienstag

  1. Elmshorn

    1. Das Programm an der Schule (Hauptschule Langelohe)

    2. Das Programm in der Jugendringarbeit (KJR Pinneberg)

    3. Das Programm in der offenen Jugendarbeit (Verein für Socialarbeit, Kiel)

Mittwoch

  1. Sinsheim: Das Programm in der Jugendhilfe (Stift Sunnisheim)

  2. Osterburken

    1. Das Programm in der Berufsausbildung (Chemisches Institut Dr. Flad, Stuttgart)

    2. Regionale Kooperation (AG Neckar-Franken)

    3. Internationale Jugendbegegnung über das Jugendprogramm

Donnerstag

  1. Coburg: Das Programm im Jugendverband (Pfadfinderbund Weltenbummler)

Freitag

  1. Leutkirch

    1. Empfang auf Schloss Zeil

    2. Runder Tisch: Ergebnisse und Perspektiven

Samstag

  1. Burgberg

    1. Walking Talk – Talking Walk: Perspektivendiskussion im Rahmen einer Bergwanderung

    2. Besichtigung Award Lodge

  2. Osterburken: Abschlussabend

Sonntag

  1. Frankfurt: Rückflug

Das Seminarprogramm wurde ergänzt durch zahlreiche Besichtigungen, Führungen, Empfänge und Abendveranstaltungen. So wurden die Gäste von den Stadtoberhäuptern in Elmshorn und Osterburken im Rathaus begrüßt und z.B. in Osterburken auch das Römermuseum und das Römerkastell besucht.

 

Teilnehmer

Die finnische Gruppe bestand aus Olli Saarela, Leiter der Abteilung Jugendarbeit im Kultusministerium in Helsinki, Matti Telemäki, Professor an der Universität Oulu und Dozent an der Universität Tampere und Mitbegründer von Outward Bound Finnland, Timo Heinola, Rektor der Humanistischen Fachhochschule HUMAK in Kauniainen, Richard Wiren, Direktor von Outward Bound Finnland und Maija-Kaisa Kauppila, Leiterin des Jugendbüros der Stadt Uusikaupunki.

Auf deutscher Seite gab es zwei unterschiedliche Teilnehmergruppen. Einmal ehren- und hauptamtlichen Mitarbeiter der verschiedenen Einrichtungen, die besucht wurden, insgesamt mehr als 30. Zum anderen die ständige Begleitgruppe von fünf jungen Leuten im Alter zwischen 19 und 26 Jahren – allesamt Studenten, die sich auf den langen Fahrten in englischer Sprache gut mit den Gästen unterhalten konnten, das Programm selbst auf der Goldstufe abgeschlossen hatten und inzwischen u.a. im Seminarbereich ehrenamtlich für das Koordinationsbüro tätig sind.

Nach anfänglichen Unsicherheiten wirkte sich die unterschiedliche Zusammensetzung von Besucher- und Begleitergruppe sehr fruchtbar für beide Seiten aus. Die jungen, noch in Ausbildung befindlichen Deutschen konnten viel von der umfassenden Erfahrung der finnischen Jugendarbeit-Profis in ihren diversen Spitzenpositionen lernen, während für die Finnen die Jugendprogramm-Kompetenz der sehr selbstbewussten ersten Generation deutscher Programmteilnehmer sehr wichtig war.

 

Ergebnisse

Elmshorn/Barmstedt

Am Montag in Elmshorn wurden zunächst die oben beschriebenen Grundsätze des Internationalen Jugendprogramms vorgestellt und diskutiert. Dabei wurde besonders die Flexibilität des Programms herausgestellt, die seinen Einsatz auf allen Kontinenten und allen Bereichen, in denen junge Leute tätig oder anzutreffen sind, ermöglichen. Dargelegt wurde auch der lange Weg, der in jedem Land ausgehend von einem Modellprojekt mit einzelnen, vom internationalen Sekretariat verwalteten Programmanbietern schließlich zu einem eigenständigen nationalen Programm führt. Vorgestellt wurden die wichtigsten internationalen, britischen und deutschen Arbeitshilfen sowie das umfangreiche Lehrgangs- und Seminarangebot des deutschen Koordinationsbüros. Auf besonderes Interesse stieß hierbei der „Programmlehrgang“, ein Wochenendseminar, der allen Jugendprogramm-Verantwortlichen als Grundlage für ihre Tätigkeit dient.

Dienstags wurde mit dem Thema „Jugendprogramm an der Schule“ das erste Jugendprogramm-Einsatzfeld konkret vorgestellt. Die Erfolge, die Pitt Frauen mit seinen Kollegen und Mitarbeitern in nur einem Jahr an der Hauptschule Langelohe erzielt hatte, beeindruckten nicht nur die finnischen Gäste, sondern auch die Gruppe der ständigen Begleiter. Deutlich wurde auch, wie wichtig es für den Erfolg ist, Öffentlichkeitsarbeit und Programmarbeit von Anfang an eng zu verzahnen. Weit fortgeschrittene Planungen zur Einführung des Jugendprogramms und gleichzeitig zwei weitere Einsatzfelder stellten abschließend Ingo Waschkau vom Kreisjugendring Pinneberg und Mike Hammer-Kruse vom Verein für Socialarbeit und Bürgerengagement in Kiel vor, einem auf Gemeinwesenarbeit orientierten Projekt der offenen Jugendarbeit, das bei den Gästen auf besonderes Interesse stieß.

Sinsheim/Osterburken I

Die erste lange Autobahnfahrt führte die Gäste am Dienstag von Elmshorn in Schleswig-Holstein nach Sinsheim in Baden-Württemberg und von Schule und Jugendarbeit in die Jugendhilfe. Im Jugendstift Sunnisheim beschrieb Roland Matzker die völlig anderen Bedingungen für die Programmarbeit mit seinen schwierigen Schützlingen, für die aber das Jugendprogramm um so wertvoller und wichtiger sei. Gastgeber und Besucher waren sich schnell einig, dass das Jugendprogramm für die jungen Leute nach einer schwierigen Vorgeschichte und oft gar Gefängnis eine ausgezeichnete Möglichkeit zur Gewinnung von Selbstwertgefühl und Vertrauen sei. Einziger Weg zum Jugendprogramm seien allerdings die Persönlichkeiten der Heimerzieher – mit Infoblättern und auch Videofilmen könne man niemanden begeistern.

Am Abend in Osterburken stellte Sigrid Pfiz vom Chemischen Institut Dr. Flad das Programm in der Berufsausbildung vor. Das Programm sei für die Chemieschule ein wichtiges Instrument zur Förderung von Schlüsselqualifikationen, außerdem biete der Programmteil Dienst den Schülern die Möglichkeit, zu erleben, dass der Einsatz für das Gemeinwesen nicht nur wichtig ist, sondern auch Spaß machen kann.

Viele Nachfragen gab es zum Thema „Regionale Jugendprogramm AG’s“, bei dem Klaus Vogel die Bedeutung insbesondere der Kooperation von Jugendarbeit und Schule in Sachen Internationales Jugendprogramm und die möglichen Synergieeffekte aus dieser Verbindung hervorhob. Man war sich einig, dass die Kombination Schule – Jugendverband – Jugendhaus möglichst schon am Start verwirklicht werden sollte.

Ebenfalls Klaus Vogel beschrieb anschließend anhand von drei jährlichen Angeboten des Koordinationsbüros („Begegnung im Schnee“, „Highlands“-Projekt sowie Abenteuer- und Hilfsprojekt im Himalaja), wie sich die weltweite Verbreitung des Programms für Expeditionen und -Projekte im Rahmen internationaler Jugendbegegnungen einsetzen lässt. Auch hier war das Interesse groß, und als Einstieg in die deutsch-finnische Jugend­begegnung wurde für das Jahr 2000 ein 14-tägiges Kanuprojekt in Finnland vereinbart.

Coburg

Von Baden-Württemberg ging es am Donnerstag nach Coburg in Bayern, wo beim Pfadfinderbund Weltenbummler das Thema „Jugendprogramm im Jugendprogramm“ auf der Tagesordnung stand. Jasmin Alefeld, stellvertretende Bundesführerin der Weltenbummler, wies darauf hin, dass ihr Jugendverband das Jugendprogramm vor allem als neue Möglichkeit für die Roverstufe sehe. Daneben setze man das Programm auch ein, um mit dem Programmteil Dienst den Gedanken „Jeden Tag eine gute Tat“ mit neuem Leben zu füllen.

Anschließend stellte Christian Schroth die eben gegründeten Jugendprogramm-Gruppe in Nürnberg und ihre ersten Erfolge vor.

Mit einem Rittermahl auf der Burg wurde die Besuchsreihe bei den Programmanbietern abgeschlossen.

Allgäu: Leutkirch/Gunzesried/Burgberg

Der Schlussteil der Begegnung begann am Freitag mit der Fahrt nach Leutkirch, wo die finnischen Gäste, ihre Begleiter und zahlreiche weitere Mitwirkende vom Schirmherrn des deutschen Programms, Erbgraf Erich von Waldburg-Zeil, empfangen und durch Schloss Zeil geführt wurden.

Der anschließende „Runde Tisch“, an dem u.a. auch Rainer Güttler, der Geschäftsführer von Outward Bound Deutschland, teilnahm, bot Gelegenheit, die Geschichte des deutschen Programms Revue passieren zu lassen und den finnischen Gästen den einen oder anderen Rat zu geben, welche Fehler sie bei der Einführung des Programms in Finnland besser nicht machen sollten. Besonderes Gewicht wurde von beiden Seiten auf die rechtzeitige Schaffung eines soliden finanziellen Fundaments gelegt, so dass insbesondere von Anfang an mit hauptamtlicher Unterstützung gearbeitet werden kann – ein Ziel, das in Deutschland noch nicht erreicht ist.

Nach den vielen Terminen ging es am Freitagabend zu einem gemütlichen Abend in die Otto-Schwegler-Hütte bei Gunzesried. Von dort aus wurde am anderen Morgen zu einer Bergwanderung gestartet (Walking Talk – Talking Walk), die fast einen Tag lang die Möglichkeit zum zwanglosen Austausch der Gruppen untereinander bzw. zwischen einzelnen Mitgliedern der beiden Gruppen bot – und dies sozusagen als Belohnung für die harte Woche bei herrlichem Wetter.

Osterburken II

Am späten Nachmittag ging es zurück nach Osterburken, wo im Haus von Programmkoordinator Klaus Vogel das Abschlussessen stattfand. Olli Saarela und Klaus Vogel bewerteten in ihren Schlussstatements die Woche als ebenso anstrengend wie gelungen, man habe sehr viel voneinander gelernt, was dem Jugendprogramm in Finnland und Deutschland und damit auch dem Weltprogramm zugute kommen werde. Nicht weniger wichtig sei aber die Tatsache, dass man sich auch persönlich näher gekommen und zu Freunden geworden sei, über Länder-, Berufs- und Altersgrenzen hinweg. Es wurden Geschenke ausgetauscht, und alle freuten sich schon auf das Zusammentreffen im März 1999 in Finnland und die weitere Zusammenarbeit in Sachen Jugendprogramm.

Endgültiger Schlusspunkt war dann eine Jugendprogramm-Fete, die von Programmteilnehmern in der Region für die Gäste auf einem Bauernhof ausgerichtet wurde.