Für Bundeskoordinator Klaus Vogel sind, wie auf dem Bild in Finnland, Hunde die wichtigste Beschäftigung in der auch in den Weihnachtsferien knapp bemessenen Freizeit.
Startschuss für das finnische Programm mit deutscher Beteiligung
von der NETZWERK-Redaktion
Textnummer: 087800
Erstellt am 2008/10/11, zuletzt geändert am 2008/10/10, begonnen am 1999/04/30
Während des zweiten deutsch-finnischen Führungsseminars, in dessen erstem Teil auf der Fähre zwischen Helsinki und Tallinn die gesamte finnische Jugendarbeit vertreten war, fiel im April 1999 der Startschuss für das Programm in Finnland.
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Während des zweiten deutsch-finnischen Führungsseminars, in dessen erstem Teil auf der Fähre zwischen Helsinki und Tallinn die gesamte finnische Jugendarbeit vertreten war, fiel im April 1999 der Startschuss für das Programm in Finnland.
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Der vom finnischen Kultusministerium betreute einwöchige deutsch-finnische Fachkräfteaustausch zum Thema „Internationales Jugendprogramm“ war ein voller Erfolg. Während des gemeinsamen Seminars, in dessen erstem Teil auf der Fähre zwischen Helsinki und Tallinn die gesamte finnische Jugendarbeit vertreten war, fiel der Startschuss für das finnische Jugendprogramm. Beginnend mit Uusi-kaupunki im April werden, koordiniert durch das Unterrichtsministerium, in schneller Folge insgesamt sieben Pilotprojekte starten, vorbereitet unter anderem durch einen entsprechenden Workshop im zweiten Seminarteil in Südlappland.
Anstoß und Ausgangspunkt der Veranstaltung war der einwöchige Aufenthalt einer fünfköpfigen finnischen Delegation im September in Deutschland. In einer 2000-Kilometer-Tour hatten die Gäste typische Einsatzfelder und Entwicklungsstadien im ganzen Land live kennengelernt und noch während des Besuchs beschlossen, das Programm in Finnland einzuführen (vgl. hierzu Bericht in NETZWERK 1/99).
MS Cindarella: Grundsätzliches zum Jugendprogramm
Von so einem Programmstart kann man in Deutschland nur träumen. Seminarort ist die MS Cinderella, auf zweitägiger Ostseefahrt nach Tallinn und zurück, versammelt ist die gesamte finnische Jugendarbeit, Veranstalter ist das finnische Unterrichtsministerium, Referenten sind u.a. Olli Saarela, Abteilungsleiter für Jugendarbeit im Ministerium, Prof. Matti Telemäki, ein namhafter finnischer Erlebnispädagoge und Gillian Shirazi, stellvertretende Generalsekretärin des Weltprogramms.
Aber auch das Niveau der Diskussion beeindruckte, es war sehr gut vorgearbeitet worden. So stand z.B. der Programmkern bereits in finnischer Sprache zur Verfügung – man hatte hierzu schon vor einiger Zeit ein Übersetzungsbüro einbezogen –, und alle Teilnehmer hatten vom Ministerium vorab bereits entsprechende Unterlagen erhalten. Es war deshalb nicht verwunderlich, dass in einer abschließenden gemeinsamen Resolution, von Olli Saarela in der Nacht entworfen, das Programm einhellig als wichtiges neues Werkzeug auch für die Jugendarbeit in Finnland begrüßt und dem Programmkomitee Vollmacht zum zügigen Weitermachen erteilt wurde.
Syöte: Workshop zu Pilotprojekten und Abenteuer im Schnee
Nachdem am ersten Seminarteil über 60 Personen teilgenommen hatten, war man in Syöte, das nach zehnstündiger Bahn- und Busfahrt und einer Zwischenübernachtung erreicht wurde, im kleinen deutsch-finnischen Kreis unter sich. Schwerpunkte des Workshops in der 100 Kilometer südlich des Polarkreises gelegenen internationalen Bildungsstätte der Siedlerjugend waren die Klärung letzter inhaltlicher Fragen und die Gestaltung von Pilotprojekten.
Nach so viel Theorie kam an den letzten zwei Tagen die praktische Betätigung auf ihre Kosten. Die begeisterten deutschen Teilnehmer konnten selbst erfahren, welche Möglichkeiten der lange finnische Winter für Naturunternehmungen bietet, vom Langlauf und Schneeschuhwandern bis zum Huskie- und Motorschlittenfahren – einschließlich einer Sternwarte in der Bildungsstätte. Ein gelungener Abschluss!



