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IGE 2011: Alex und Mihaela

Beim „International Gold Event“ (IGE) in Kenia

Von Alex Müller, Schwäbisch Gmünd

Textnummer: 728201

Erstellt am 2011/10/17, zuletzt geändert am 2011/12/01

Vom 2. bis 16. Dezember 2011 fand in Kenia das 13. Welttreffen der Goldabsolventen (International Gold Event – IGE) statt. Deutschland wurde dabei durch Alex Müller aus Schwäbisch Gmünd vertreten, aus dessen Feder auch der folgende Bericht stammt.

Von Alex Müller, Schwäbisch Gmünd

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Vom 2. bis 16. Dezember 2011 fand in Kenia das 13. Welttreffen der Goldabsolventen (International Gold Event – IGE) statt. Deutschland wurde dabei durch Alex Müller aus Schwäbisch Gmünd vertreten, aus dessen Feder auch der folgende Bericht stammt.

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Über 100 junge Menschen mehr als 50 Länder trafen sich zum dreizehnten Internationalen Gold Event 2011 in Kenia. Vom 2. bis zum 16. September wurden Workshops abgehalten, soziale Projekte unterstützt, Exkursionen durchgeführt und sportliche Aktivitäten unternommen. Im Leben dieser jungen Leute war dies eine ganz besonders wertvolle Zeit. Das Betreuerteam hatte bereits vor der Anreise alles Notwendige für einen angenehmen Aufenthalt im KCB Center in Nairobi vorbereitet; so konnte man sich sehr schnell eingewöhnen und auf die Aufgaben vorbereiten.

Schon vom ersten Moment an herrschte eine familiäre Atmosphäre und so wurden bereits nach kurzer Zeit Freundschaften geschlossen – Herkunft oder Religion spielten dabei keine Rolle, sprachliche und kulturelle Unterschiede wurden bereichernd empfunden. Die Teilnehmer bildeten eine junge bunte Mischung, die sich füreinander verantwortlich fühlte, bereit war zu teilen und sich bei allen Gelegenheiten unterstützte. Dadurch ergab sich für mich die Frage „ Warum ist die Welt bei so viel Freundlichkeit nicht besser?“ Die einfache Antwort lautet: „Weil nicht jeder auf der Welt am Programm teilgenommen und es bis zu Goldstufe geschafft hat.“

Nachdem wir in fünf Gruppen aufgeteilt waren begann für uns das zweiwöchige Abenteuer in Kenia. Die Reise führte von Nairobi über 100 Kilometer nach Sangana. Dort wurden Aktivitäten wie Klettern, Wandern, Mountainbiken und Rafting angeboten, die darauf abzielten, unsere Erlebnisse und Anstrengungen der Gold-Stufe nochmals zu erleben. Drei atemberaubende Tage und zwei herrliche Nächten steigerten die Motivation in den Gruppen, die nach den fünf größten Tieren in Afrika benannt waren.

Nach diesen eindrucksvollen Tagen führte uns die Reise 150 Kilometer weiter ins Herz Kenias. Gegen Abend kamen wir in Great Rift Valley Lodge und Golfressort in Naivasha an und wurden herzlichst vom Hotelpersonal und einer Massai-Gruppe empfangen. Beim abendlichen Briefing wurden wir auf die bevorstehenden Aufgaben der nächsten Tage vorbereitet. Mit der erstklassigen Versorgung war es auch kein Problem, sich voll und ganz auf das „Business“ zu konzentrieren.

Als am Dienstag, den sechsten September der rote Teppich ausgerollt wurde und der kenianische Präsident Mwai Kibaki unter Trommelwirbel angekündigt wurde, übertraf das alle Erwartungen. Das Staatsoberhaupt von Kenia eröffnete das IGE 2011 mit einer Zeremonie, die es zum drittgrößten Ereignis, nach der Fußball-WM und den demokratischen Wahlen in Afrika machte. Diese Feier war eines der beeindruckendsten und unterhaltsamsten Erlebnisse, denen ich jemals beigewohnt habe.

In den folgenden Tagen wurde intensiv gearbeitet. Wir nahmen an Workshops teil, die sich mit Problemen des Programms auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene beschäftigten. Es wurde an Lösungen gearbeitet um kommende Herausforderungen auf allen drei Ebenen zu bewältigen:

  1. In den Workshops „Research und Training“ wurde aufgezeigt, wie Ziele zu erreichen sind. Außerdem beschäftigten wir uns mit dem Herausarbeiten der Unterschiede von Leistung, Ergebnis und Auswirkung.

  2. Die Workshops „Governance und Policy“ beschäftigten sich mit Prozessen zur Entscheidungsfindung. Hier mussten sich die Teilnehmer individuell in kleinen Gruppen mit verschiedenen Problemen auseinander setzen. Außerdem diskutierten sie darüber, warum es wichtig ist, dass sich die Jungend in Bereichen wie Politik engagiert.

  3. Die Workshops „Communication und Fundraising“ sollten dazu dienen, das Programm allen interessierten jungen Menschen auf der ganzen Welt bekannt zu machen und Partner sowie Unterstützung dafür zu finden.

Nachdem alle Workshops beendet waren, setzten sich die Teilnehmer für die umliegenden Schulen ein. Die Hilfsprojekte fanden in vier Schulen statt, die bis zu 70 Kilometer vom Lodge entfernt waren. Dort wurden Zäune gebaut, Bäume gepflanzt, Klassenzimmer mit einem neuen Betonboden ausgestattet und die Wände gestrichen. Außerdem verteilten wir Schulartikel aller Art, die die Schüler mit Freude annahmen, da sie dringend Material für die bevorstehenden Prüfungen brauchten. In der Mittagspause teilten wir unsere Lunchpacks mit den glücklichen Kindern. Die Zuneigung, die wir in diesen zwei Tagen erfuhren, ist mit Worten nicht zu beschreiben. Das Hilfsprojekt wurde daher auch zum IGE-Highlight gekürt.

Während dieser ersten Woche wurden die Nächte mit bunten und unterhaltsamen Beiträgen der verschiedenen Länder gefüllt, in denen die Teilnehmer ihr Land und ihre Kultur vorstellten. Darüber hinaus wurde über das Programm und die eigenen Erfahrungen im jeweiligen Land berichtet. Anschließend präsentierte sich jedes Land mit einem eigenen Stand. Hier konnte man weitere Details über das Programm im Land erfahren und Souvenirs für Zuhause bekommen. Etwas aus Europa, eine Schnitzerei aus Afrika, ein Spielzeug aus Asien oder ein Armband aus Amerika.

Ein weiteres Highlight war die gemeinsame Safari; die Landschaft, die Tiere und das Miteinander bescherten unvergessliche Augenblicke. Alle staunten über die atemberaubende Sicht auf die kenianische Savanne mit ihrer Vielfalt an wilden Tieren und die Teilnehmer genossen jeden Moment.

Die Safari war eine gute Möglichkeit noch einmal zu entspannen und Luft zu holen, bevor es mit einer neuen Serie an Workshops im offiziellen „Youth Forum“ weiter ging. Themen wie „Youth Engagement“, „Youth Employment and Skills“, „Communications“, „Award Holders’ Network“, „Environment and Sustainability“ und „Reaching Partnerships“ wurden hier aufgearbeitet und vorgestellt. Die Teilnehmer wählten auch Vertreter aus den eigenen Reihen, um im „International Council“ vertreten zu werden. Dabei stellt jede der vier Regionen zwei Repräsentanten.

Am letzen Abend fand ein offizielles Abendessen mit Prinz Edward statt. Nach den offiziellen Worten des Prinzen trugen zwei Teilnehmer ihre Erfahrungen beim IGE vor. Nach dem Essen spielte eine Band die neuesten Hits und es wurde gefeiert und getanzt. Jedoch mussten schon in derselben Nacht die ersten Heimkehrer verabschiedet werden. Für die übrigen Teilnehmer standen am nächsten Tag Busse bereit, die sie zurück nach Nairobi brachten um ihre Flüge zu erreichen.

Nach sechzehn actionreichen Tagen, mit neuen Freunden und großartigen Erfahrungen ging das 13. IGE erfolgreich zu Ende. Es war jede Anstrengung wert und ich bin froh, dass ich Teil dieser Familie sein durfte.

 

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