Osterburken 2008: Durchbruch für die Sommerschule
von der NETZWERK-Redaktion
Textnummer: 654400
Erstellt am 2008/09/09, zuletzt geändert am 2008/10/30, begonnen am 2008/09/02
„Mit ihrem dritten Durchgang hat die Sommerschule in diesem Jahr endgültig ihren Durchbruch als national und international wichtigstes Fortbildungsangebot zum Internationalen Jugendprogramm geschafft“, erklärte Bundeskoordinator Klaus Vogel am Samstag bei der Schlussrunde in der Alten Bahnmeisterei in Osterburken.
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„Mit ihrem dritten Durchgang hat die Sommerschule in diesem Jahr endgültig ihren Durchbruch als national und international wichtigstes Fortbildungsangebot zum Internationalen Jugendprogramm geschafft“, erklärte Bundeskoordinator Klaus Vogel am Samstag bei der Schlussrunde in der Alten Bahnmeisterei in Osterburken.
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OSTERBURKEN, 02.09.2008 – „Mit ihrem dritten Durchgang hat die Sommerschule in diesem Jahr endgültig ihren Durchbruch als national und international wichtigstes Fortbildungsangebot zum Internationalen Jugendprogramm geschafft“, erklärte Bundeskoordinator Klaus Vogel am Samstag bei der Schlussrunde in der Alten Bahnmeisterei in Osterburken. Die internationale Seite sei mit Israel, Mongolei, Polen, Rumänien, der Schweiz und Slowenien so gut vertreten gewesen wie noch nie. Aber auch Deutschland selbst habe sich mit Teilnehmern aus Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein auf einmalige Art und Weise beteiligt. Die über 30 Teilnehmer kamen aus ganz unterschiedlichen Einrichtungen: Jugendorganisationen (Johanniter, Pfadfinder) und andere Nicht-Regierungsorganisationen, Schulen (Schüler, Lehrer und Schulleiter), Hochschulen (Studenten und wissenschaftliche Mitarbeiter) sowie Unternehmen.
Kursqualität weiterentwickelt
Auch bei Inhalte und Methoden seien erneut deutliche Fortschritte zu verzeichnen. „Wegen der internationalen Beteiligung sind die Programm-, Expeditions- und Leitungslehrgänge, die im Rahmen der Sommerschule angeboten werden, inzwischen noch eine Spur besser als ihre auch nicht schlechten Normalausführungen in unserem normalen Jahresprogramm“, so Vogel weiter. Dies gelte insbesondere für das Planspiel zum Management des Programms in Schulen und Organisationen, die es in ihrer Arbeit einsetzen. Mit einer Rekordzahl von 101 Spielzügen seien erstmals alle wichtigen Aufgabenbereiche und Handlungsformen einer Programmleitung abgedeckt worden.
Beim Expeditionslehrgang diente die Gruppe israelischer Jugendlicher, die durch Maik Geßner aus Sennfeld noch verstärkt wurde, als „Übungsobjekt“. Als Biwakplatz für ihre insgesamt 24 Kilometer lange Zweitagestour hatte sich die Gruppe den Hohenstadter Grund ausgesucht, wo sie in der Nähe des Aussiedlerhofs ihre Zelte aufschlagen durfte. Während die beteiligten Erwachsenen das Überwachen solcher „Expeditionen“ übten, ging es bei den recht jungen israelischen Jugendlichen um das Kennenlernen der deutschen Regeln, Umgebung und Vorgehensweisen bei diesem „Abenteuerteil“ des Internationalen Jugendprogramms.
Zum ersten Mal schafften es in diesem Jahr die abschließenden Neigungsworkshops am Samstagvormittag, sich gegenüber den drei vorausgegangenen Lehrgängen als weiteres „Highlight“ der Sommerschule zu profilieren. Dafür sorgte insbesondere Grant Philpott von der Europäischen Schule München, der neue Medien für die Expeditionsausbildung präsentierte, die Organisation des Programmteils Expeditionen an der EU-Einrichtung durch engagierte Eltern vorstellte und von Viertagestouren der Schülerinnen und Schüler in Großbritannien, Irland und Norwegen berichtete. Karsten Vogel, Verantwortlicher für das Planspiel, stellte die neue Online-Verwaltung des deutschen Programms vor.
Das Trainerteam wurde von den Teilnehmern ebenso gelobt wie die durchgehend auf „Learning by Doing“ beruhenden Lehrmethoden. Einmal mehr stellte sich die Alte Bahnmeisterei als entscheidend für den Erfolg der Sommerschule heraus. „Wir sind froh, dass wir auf die große Nachfrage nicht mit einem Ortswechsel reagiert, sondern stattdessen hier unsere Möglichkeiten erweitert haben“, so Vogel bei der Schlussbilanz. Er bedankte sich deshalb ganz besonders bei den Kirnausträndlern, deren Großzelt erstmals als zweiter großer Seminarraum sowie als Essenplatz diente.
Internationaler Abend mit Länderpräsentationen
Informeller Höhepunkt der Sommerschule 2008 war der Internationale Abend am Freitag, im dem sich verbunden mit einem gemeinsamen „Barbecue“ die vertretenen Länder in präsentieren konnten. Die israelische Gruppe verwöhnte dabei „Sommerschüler“ und „Sommerlehrer“ gleichermaßen mit kulinarischen Spezialitäten aus ihrem Land. Battsetseg Batchuluun, Journalistin aus der Mongolei, die über deren Website auf die Sommerschule gestoßen war, beeindruckte mit teilweise selbst gemachten Videoproduktionen über ihr Land. Möglicherweise wird dort als Ergebnis der Sommerschule 2008 sogar das Internationale Jugendprogramm eingeführt!
Wie schon in den Vorjahren war auch bei der 3. Internationalen Sommerschule ein Besuch in der Heidelberger Altstadt am Samstagnachmittag der letzte offizielle Programmpunkt. Die Teilnehmer, die erst später abreisten, halfen dann am Sonntag noch mit, die Alte Bahnmeisterei wieder auf Hochglanz zu bringen, in der man seit Dienstag zusammen gelebt und gearbeitet hatte, und nahmen die Umgebung noch etwas genauer in Augenschein. Außerdem wurden die Pläne für die Sommerschule 2009, die in der letzten Augustwoche ebenfalls wieder in der Römerstadt stattfinden soll, konkretisiert. Die beiden rumänischen Teilnehmerinnen werden dann im Trainerteam mitwirken.
In seinem Schlusswort bedankte sich Vogel besonders bei seinem neunköpfigen Helfer- und Trainerstab, der sich jeden Morgen um halb acht zur „Orga-Sitzung“ getroffen hatte, bei der Sparkasse Neckartal-Odenwald, wo nach Rückkehr der Expeditionsgruppe das Foto entstand, der Stadt Osterburken, deren Stellvertretender Bürgermeister Werner Sabelhaus die Sommerschule 2008 am eröffnet hatte, dem Gasthaus Schwanen, wo die meisten ausländischen Gäste untergebracht waren, der Familie Schmieg im Hohenstadter Grund sowie der Presse für ihre Unterstützung. Allen Teilnehmern wünschte er eine gute Heimreise.



