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Fünfter bundesweiter Ganztagsschulkongress in Berlin eröffnet

Pressemitteilung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung

Textnummer: 655500

Erstellt am 2008/09/12, zuletzt geändert am 2008/09/15

Ganztagsschulen werden immer wichtiger für die Bildung in Deutschland. Das ist einer der zentralen Befunde des fünften bundesweiten Ganztagsschulkongresses, der mit mehr als 1300 Teilnehmern am Freitag in Berlin startete.

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Ganztagsschulen werden immer wichtiger für die Bildung in Deutschland. Das ist einer der zentralen Befunde des fünften bundesweiten Ganztagsschulkongresses, der mit mehr als 1300 Teilnehmern am Freitag in Berlin startete.

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BERLIN, 12.09.2008 – Ganztagsschulen werden immer wichtiger für die Bildung in Deutschland. Das ist einer der zentralen Befunde des fünften bundesweiten Ganztagsschulkongresses, der mit mehr als 1300 Teilnehmern am Freitag in Berlin startete. Ganztagsschulen sind demnach aus dem deutschen Bildungssystem nicht mehr wegzudenken, ihre Zahl steigt kontinuierlich an. Im Rahmen des Investitionsprogramms „Zukunft, Bildung und Betreuung“ (IZBB) werden mittlerweile 6.918 Schulen gefördert. Damit erhält bald jede fünfte allgemein bildende Schule in Deutschland Mittel aus dem Investitionsprogramm. Mit ihrem Auf- und Ausbau verbunden ist das Ziel einer möglichst hohen Qualität von ganztägiger Bildung und Betreuung.

Gefördert werden vor allem Grundschulen, aber auch Hauptschulen, Gymnasien und Förderschulen. Von den zur Verfügung stehenden vier Milliarden Euro Bundesmitteln sind bereits 3,16 Milliarden Euro ausgegeben. Die Förderung startete im Jahr 2003 und wird bis zum Jahr 2009 weiterlaufen. Flankiert wird das IZBB vom Begleitprogramm „Ideen für mehr! Ganztägig lernen.“, innerhalb dessen Schulen individuelle Beratung und Unterstützung bei ihrer qualitativen Weiterentwicklung erfahren. Der jährlich stattfindende Kongress ist fester Bestandteil dieses Begleitprogramms. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), die Ständige Konferenz der Kultusminister der Länder (KMK) und die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) hatten zu der zweitägigen Veranstaltung eingeladen – ihr gemeinsames Motto: „Schule gemeinsam gestalten – Partizipation an Ganztagsschulen“.

Beteiligungsstrukturen gelten als ein guter Indikator für die Qualität der jeweiligen Schule. Schulen, an denen neben der Schulleitung und dem Lehrpersonal auch die Schülerinnen und Schüler, ihre Eltern sowie außerschulische Partner aktiv eingebunden sind und Einfluss auf die Ausgestaltung des Schulalltags haben, werden zu Orten, an denen nicht nur besser gelernt und gelebt wird, sondern auch wichtige demokratische Kompetenzen erworben werden. Ganztagsschulen bieten hierfür zeitlich und konzeptionell die besten Voraussetzungen.

So ist Eva Luise Köhler, Schirmherrin der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung, überzeugt: „Mitbestimmung in der Schule ist eine Investition in unsere Gesellschaft. Wer in jungen Jahren erfährt, dass er gefragt und gehört wird; Wer mit Freude erlebt, dass er auch für andere Verantwortung trägt, hat die Grundzüge von Demokratie verinnerlicht. Ganztagsschulen sind Orte, an denen demokratische Beteiligungsprozesse ein Zuhause haben.“

„Bildung und Qualifizierung sind die Voraussetzung für individuelle Lebenschancen und gesellschaftliche Teilhabe“, sagte Bundesbildungsministerin Annette Schavan. „Bildung geht jeden an. Jeder kann seinen Teil zu mehr Bildung in Deutschland beitragen. Es ist wichtig, dass die Bundesregierung und die Länder gemeinsam einen Weg finden, die Bildung in Deutschland weiter zu stärken. Die Erfolge bei den Ganztagsschulen zeigen, dass dies möglich ist.“ Ganztagsschulen verbessern nach den Worten der Ministerin die Möglichkeiten, Kinder individuell zu fördern. Sie steigern damit die Chancengerechtigkeit in der Bildung.

„Ganztagsschulangebote sind zu einem wichtigen Bestandteil der deutschen Schullandschaft geworden. Mit Einfallsreichtum und Engagement haben die Schulleitungen und Kollegien maßgeschneiderte Programme für die Lern- und Lebensbedürfnisse ihrer Schülerinnen und Schüler etabliert. Hier ist Schulentwicklungsarbeit in überzeugender Qualität und beeindruckender Vielfalt geleistet worden“, erklärte die Präsidentin der Kultusministerkonferenz, Ministerin Annegret Kramp-Karrenbauer.