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Bürgerpreis 2006: Deutschlands größter bundesweiter Ehrenamts-Preis zum vierten Mal verliehen

Pressemitteilung der Initiative „für mich, für uns, für alle“

Textnummer: 606502

Erstellt am 2006/12/19, zuletzt geändert am 2008/09/02

Im vierten Jahr erzielte der Bürgerpreis der Initiative „für mich, für uns, für alle“ einen Teilnehmerrekord. Mehr als 1.000 Einsendungen bewarben sich um eine Auszeichnung in einer der vier Kategorien „Junior“, „Alltagshelden“, „Arbeit & Engagement“ und „Lebenswerk“.

Im vierten Jahr erzielte der Bürgerpreis der Initiative „für mich, für uns, für alle“ einen Teilnehmerrekord. Mehr als 1.000 Einsendungen bewarben sich um eine Auszeichnung in einer der vier Kategorien „Junior“, „Alltagshelden“, „Arbeit & Engagement“ und „Lebenswerk“.

BERLIN, 11. DEZEMBER 2006 – Die Initiative „für mich, für uns, für alle“ hat im ARD-Hauptstadtstudio in Berlin die nationalen Preisträger des diesjährigen Bürgerpreises gekürt. Thematischer Schwerpunkt des Bürgerpreis 2006 war „Kultur verbindet“. Mit der größten bundesweiten Auszeichnung für ehrenamtliches Engagement würdigt die Initiative in diesem Jahr Menschen, die durch kulturelle Initiativen Gemeinschaften stiften und die Lebensqualität in ihrem direkten Umfeld fördern.

„Der Bürgerpreis 2006 verdeutlicht, dass Ehrenamt nicht nur für die Kulturlandschaft in Deutschland unverzichtbar ist, sondern auch für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Es ist beeindruckend, wie Menschen durch ihr kulturelles Engagement Gemeinschaften zwischen Bürgerinnen und Bürgern schaffen, die in ganz unterschiedlichen sozialen Verhältnissen leben“, so Heinrich Haasis, Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes. Er eröffnete mit einer Ansprache die Preisverleihung.

Im vierten Jahr erzielte der Bürgerpreis einen Teilnehmerrekord. Mehr als 1.000 Einsendungen bewarben sich um eine Auszeichnung in einer der vier Kategorien: „Junior“ stellt jugendliches Engagement in den Mittelpunkt und zeichnet Bewerber bis zu einem Alter von 21 Jahren aus, „Alltagshelden“ richtet sich an vorbildlich engagierte Personen und Projekte ohne Altersbeschränkung. Die Kategorie „Arbeit & Engagement“ würdigt den gemeinsamen Einsatz von mittelständischen Unternehmen und ihren Mitarbeitern für die Gesellschaft. Das „Lebenswerk“ wird für langjähriges ehrenamtliches Wirken verliehen.

Würdigung für jahrzehntelanges Engagement: Kategorie „Lebenswerk“

Gerhard Hoch aus Alveslohe in Schleswig-Holstein erhielt den Bürgerpreis für sein Lebenswerk aus den Händen des Ministerpräsidenten des Landes Baden-Württemberg Günther H. Oettinger. „Das Ehrenamt gehört zu den tragenden Säulen unserer freiheitlichen Gesellschaft. Es ist eine wichtige Grundlage für das gute Miteinander in unserem Land und der Ausdruck für das Bedürfnis vieler Menschen, an der Gestaltung ihres Lebensumfeldes aktiv mitzuwirken. Daher ergreifen sie die Initiative und bringen sich ein. Menschen wie Gerhard Hoch machen unsere Gesellschaft wärmer und lebendiger“, so Ministerpräsident Oettinger.

Der 81-jährige Hoch engagiert sich seit mehr als dreißig Jahren dafür, dass die nationalsozialistische Vergangenheit seiner Heimatregion nicht in Vergessenheit gerät. Unermüdlich hat er die Geschichte des Konzentrationslagers Kaltenkirchen erforscht und den Trägerverein gegründet, der das Mahnmal betreut. Noch heute führt er Überlebende und Angehörige von Opfern sowie Besucher, darunter viele Schülergruppen, durch die Gedenkstätte.

Gemeinsames Engagement von Unternehmen und Mitarbeitern

Mit der Kategorie „Arbeit & Engagement“ zeichnete die Initiative in diesem Jahr erstmalig das partnerschaftliche Engagement von mittelständischen Arbeitgebern und ihren Mitarbeitern aus. Der Bürgerpreis möchte mit dieser Kategorie den Blick auf engagierte Unternehmen lenken, deren wichtiger gesellschaftlicher Beitrag oft unbeachtet von der Öffentlichkeit geleistet wird.

Das Tischlerei- und Zimmermeisterunternehmen „Auerbach & Hahn“ aus Wilsdruff (Sachsen) erhielt die Auszeichnung für die personelle Unterstützung kultureller und sozialer Projekte in ihrer Heimatregion. Der Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes Heinrich Haasis verwies in seiner Laudatio auf den unverzichtbaren Beitrag zur Lebensqualität, den mittelständische Unternehmen überall in Deutschland durch ihr soziales Engagement leisten.

Junges Engagement

Erstmalig wurde in diesem Jahr jugendliches Engagement in einer eigenen Kategorie ausgezeichnet. Gerd Hoofe, Staatssekretär im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, überreichte die „Junior“-Auszeichnung an Admir Bucan aus Versmold. Der 19- Jährige engagiert sich seit seinem vierzehnten Lebensjahr. Als ehrenamtliches Mitglied eines Jugendzentrums führt er Jugendliche verschiedener Herkunft in Breakdance- und Streetdance-Kursen zusammen. Zudem hilft er Schülern bei den Hausaufgaben, begleitet Ferienfreizeiten und ist im Vereinssport aktiv.

Die Jury vergab zwei weitere Preise in der Kategorie „Junior“: Jugendliche der Freizeiteinrichtung „DIMI“ der Pfefferwerk Stadtkultur gGmbH in Berlin organisieren einmal im Jahr die interkulturelle Musikveranstaltung „ParkMusic“ und setzen damit ein Zeichen gegen Rassismus und Rechtsextremismus. Die jungen Kabarettisten von „CAT-stairs“ aus Burg in Sachsen-Anhalt behandeln in ihren Stücken soziale Themen. Darüber hinaus halten sie Rhetorik-Workshops für Gleichaltrige.

„Alltagshelden“

Der nationale Bürgerpreis in der Kategorie „Alltagshelden“ ging an den Verein „Kultur am Rande“ aus Esslingen. Er ermöglicht Obdachlosen, durch Schauspiel und Schriftstellerei ihre Lebenssituation zu verarbeiten und einem breiten Publikum zu vermitteln. Alle zwei Jahre richtet der Verein das Theaterfestival „Straße ist ansteckend“ aus, bei dem Menschen ohne festen Wohnsitz auf der Bühne stehen.

Roland Schäfer, Präsident des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, überreichte den nationalen Bürgerpreis an „Kultur am Rande“ und übergab zudem Auszeichnungen an zwei weitere Projekte: Das „Blaumeier-Atelier“ in Bremen-Walle widmet sich der integrativen künstlerischen Arbeit mit behinderten und nicht behinderten Menschen. Mit ihren Ausstellungen und Aufführungen sind die Mitglieder zu einer festen Größe im kulturellen Leben ihrer Heimatstadt geworden. Mehr als 250 Menschen nutzen die Kursangebote in den Bereichen Theater, Musik, Malerei oder Maske.

Der „Musik- und Theaterförderverein Priester“ bindet beinahe den gesamten sächsischen Ort Priester in seine Aktivitäten ein. Über 60 Familien beteiligen sich derzeit an dem Musical-Theater. Mit ihrem Stück „Geister der Weihnacht“ gingen sie selbst in den U.S.A. auf Tournee.

Bürgerpreis 2007

Der Bürgerpreis 2007 steht unter dem Motto „Sportlich aktiv“ und startet im Januar 2007. Bewerben können sich alle Aktiven, die sich im Bereich Sport bürgerschaftlich engagieren. Die Bewerbungsunterlagen liegen in vielen Sparkassen aus und stehen unter www.buerger-engagement.de zum Download bereit.