7. Bundeskongress Soziale Arbeit: Call For Papers
Pressemitteilung der Technischen Universität Dortmund
Textnummer: 656700
Erstellt am 2008/09/26, zuletzt geändert am 2008/09/26
Die Tagung findet vom 24. bis 26. September 2009 in Dortmund statt. Alle Einrichtungen, Organisationen und Verbände, die sich an einer Positionierung der Sozialen Arbeit beteiligen möchten, sind eingeladen, in Arbeitsgruppen mitzuwirken.
Pressemitteilung der Technischen Universität Dortmund
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Die Tagung findet vom 24. bis 26. September 2009 in Dortmund statt. Alle Einrichtungen, Organisationen und Verbände, die sich an einer Positionierung der Sozialen Arbeit beteiligen möchten, sind eingeladen, in Arbeitsgruppen mitzuwirken.
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DORTMUND, 01.09.2008 – Gerechtigkeit, Verantwortung und Sicherheit markieren zentrale Säulen der Bundesrepublik als demokratischen und sozialen Staat. Soziale Arbeit übernimmt Verantwortung dafür, soziale Sicherheit zu garantieren und soziale Gerechtigkeit anzustreben.
Angesichts gesellschaftlicher Veränderungen, die Tendenzen zunehmender Spaltung und sozialen Ausschlusses offenbaren, ist die Soziale Arbeit aufgefordert, ihren Beitrag zu Programmen, Strategien und Maßnahmen der Bewältigung sozialer Risiken und Unsicherheiten zu benennen und weiterzuentwickeln. Die Leitbilder und Prinzipien der Sozialstaatlichkeit gehören dabei ebenso auf den Prüfstand wie die zur Verfügung stehenden Ressourcen zur Sicherung der individuellen Lebensführung. Hier liegt die doppelte Verantwortung Sozialer Arbeit: die aktive Gestaltung der Lebenslagen und lebensweltlichen Verhältnisse von Kindern, Jugendlichen, Familien, Erwachsenen und älteren Menschen sowie die Beteiligung an dem Auf- und Umbau eines solidarischen Gemeinwesens, das die Menschenwürde achtet und die Selbstbestimmung des Einzelnen stärkt.
Übernimmt die Soziale Arbeit aber in diesem Sinne die (Mit-)Verantwortung für die Gestaltung des Sozialen, begibt sie sich auf unsicheres Terrain. Die Zerreißproben individueller Lebensführung korrespondieren mit Erosionen bislang anerkannter gesellschaftlicher Bezugspunkte, irritieren die Profession und provozieren eine konzeptionelle, theoretische und empirisch fundierte Weiterentwicklung der Konzeptionen Sozialer Arbeit. Das Ringen um die künftigen Ausprägungen von Gerechtigkeit (Verteilungs-, Leistung-, Chancengerechtigkeit) und Sicherheit (soziale Sicherung, Handlungs- und Verfahrenssicherheit, soziale Kontrolle) wird zum Ausweis moderner Fachlichkeit.
Der 7. Bundeskongress Soziale Arbeit diskutiert im Rahmen seiner Symposien, Foren und Arbeitsgruppen die aktuellen wissenschaftlichen und professionellen Erkenntnisse zu den gesellschaftlichen Entwicklungen und ihren berufspraktischen Konsequenzen. Im Zentrum stehen dabei soziale (Aus-)Schließungsprozesse und die öffentlichen, professionellen und privaten Reaktionsformen auf die so entstehenden Unsicherheiten. Die mit dem Bundeskongress entwickelte Expertise für die Soziale Arbeit eröffnet die Möglichkeiten einer kritischen Reflexion und Neujustierung in Verantwortung für das Soziale.
Alle Einrichtungen, Organisationen und Verbände, die sich an einer Positionierung der Sozialen Arbeit beteiligen möchten, sind eingeladen, in Arbeitsgruppen mitzuwirken. Hierfür bitten wir um einen aussagekräftigen Arbeitstitel und einen kurzen konzeptionellen Vorschlag. Um möglichst vielen Interessierten die Möglichkeit zur Präsentation zu bieten, sollten die Arbeitsgruppen in Form von Kooperationen konzipiert werden. Wir bitten um die Übermittlung ihrer Vorschläge bis zum 01. Dezember 2008 über die unten genannte Website (ab Anfang Oktober 2008) unter Nennung der Kooperationspartner und einer verbindlichen Ansprechpartnerin bzw. eines Ansprechpartners. Bitte ordnen sie ihrem Konzept verschiedene aussagekräftige Schlagwörter zu, nutzen sie dafür auch den Titel des Kongresses.
Website und Kontakt: www.bundeskongress-soziale-arbeit.de



