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Aktiv-Camps: Gummistiefel, Jeans und gute Laune

Pressemitteilung der Internationalen Jugendgemeinschaftsdienste

Textnummer: 643702

Erstellt am 2008/04/16, zuletzt geändert am 2008/09/02

In den Angeboten der Internationalen Jugendgemeinschaftsdiensten arbeiten junge Leute ab 18 aus der ganzen Welt bei Sozial- und Umweltprojekten, Restaurierungsvorhaben oder Kunstaktionen mit. Meist lassen sich die Camps als Gold-Projekt nutzen!

In den Angeboten der Internationalen Jugendgemeinschaftsdiensten arbeiten junge Leute ab 18 aus der ganzen Welt bei Sozial- und Umweltprojekten, Restaurierungsvorhaben oder Kunstaktionen mit. Meist lassen sich die Camps als Gold-Projekt nutzen!

„Wer zu uns kommt, will etwas anderes als typischen Urlaub.“ Ulrich Räbiger, Jugendbildungsreferent bei den Internationalen Jugendgemeinschaftsdiensten (ijgd) ist sich da sicher: „Gerade deshalb machen jedes Jahr fast 2000 Leute mit.“ In den Aktiv-Camps der ijgd leisten sie ehrenamtlich gemeinnützige Arbeit bei Sozial- und Umweltprojekten, Restaurierungsvorhaben oder Kunstaktionen. Das Besondere daran: Die Gruppen sind international zusammengewürfelt, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eines Camps kommen aus der ganzen Welt.

Das Ganze funktioniert, weil die Arbeitsaufträge nicht Selbstzweck sind. In Kooperation mit Umweltschutzgruppen, Gemeinden, Vereinen, Forstämtern, alternativen Bildungsstätten und anderen öffentlichen Trägern fördern die ijgd Projekte, von denen die Allgemeinheit profitiert. Und: Wer gemeinsam etwas schaffen will, muss sich verständigen, muss Sprachbarrieren und persönliche Hemmungen überwinden.

Im Bereich „Natur und Umwelt“ arbeiten die Aktiv-Camp-Teilnehmer für den Küstenschutz, legen Naturpfade an oder beobachten Vögel in Naturschutzgebieten. „Bauen und Renovieren“ kann man in Bauernhäusern, historischen Scheunen oder auch im Eisenbahn-Museum. Alte Handwerkstechniken wie den Lehmbau erlernt man quasi nebenher. Wer sich lieber sozial engagieren möchte, kann das in Projekten mit behinderten Menschen, Kindern oder Senioren tun. Kunstcamps reichen vom Puppentheater bis zur Medienwerkstatt. Archäologisch interessierte Menschen helfen bei Grabungen oder beim Bau von Museumsdörfern. „Work And Study“-Camps verbinden politische und ökologische Arbeit mit Seminar-Angeboten. Die Arbeitszeit beträgt jeweils fünf Stunden am Tag. Interessierte haben die Qual der Wahl: Pro Jahr bieten die ijgd 120 verschiedene Aktiv-Camps an.

Spezielle Vorkenntnisse sind nicht nötig. Einzige Teilnahmevoraussetzung: Man muss zwischen 16 und 26 Jahren alt sein, um mitmachen zu können. Ulrich Räbiger: „Die Projekte sind so ausgewählt, dass mit Gummistiefeln und Jeans sowie mit viel Engagement, Lust und Laune eine Menge zu schaffen ist.“

Die Teilnehmer zahlen die Anreise selbst, dazu einen Unkostenbeitrag von 80 Euro für Übernachtungen, Essen und Freizeitgestaltung. Der Lohn eines Camps sind nicht nur Qualifikationen in unterschiedlichsten Arbeitsbereichen. Er besteht vor allem darin, außergewöhnliche Erfahrungen zu machen, internationale Freundschaften zu schließen, Sprachen zu lernen. Und schließlich in der Befriedigung, ein gemeinsames Ziel zu verwirklichen.

Für die Gruppenleitung der Aktiv-Camps werden junge Leute ab 18 Jahren in einwöchigen Seminaren ausgebildet. Die Teilnahmegebühr für die Ausbildungsseminare beträgt 80 Euro. Neben der Möglichkeit, sich die Leitung der Aktiv-Camps als Praktikum anerkennen zu lassen, kann nach Abschluss des Ausbildungsseminars auch eine Juleica beantragt werden.

Nähere Informationen bei den Internationalen Jugendgemeinschaftsdiensten (ijgd), Katharinenstr. 13, 31135 Hildesheim, Tel.: 05121/2066150, lr.nord@ijgd.de oder im Internet unter www.ijgd.de.